Lesbian Pulp Fiction

Im Zuge meiner Diplomarbeit bin ich zuletzt auf das Phänomen der „Lesbian Pulp Fiction“ gestoßen, einem Literaturgenre dass sich in den USA der 50er Jahre im mehr-oder-weniger Geheimen großer Beliebtheit erfreut hat. Zwischen 1950 und 1970 wurden hunderte Titel publiziert und zigtausend Ausgaben verkauft. Weil aber trotzdem nicht der Eindruck erweckt werden sollte, dass Homosexualität was Gutes ist (McCarthy-Ära und Zensur und so weiter) war die Darstellung von lesbischen Frauen überwiegend negativ.

Aus der Recherche für meine Diplomarbeit wurde dann kurzerhand ein mehstündiges Rumstöbern zu diesem Thema, und besonders die Coverbilder hatten es mir angetan. Von „Pagan Lesbians“ bis „Satan Was A Lesbian“ sind da allerhand Skurrilitäten dabei, und auch die Zusatztexte find ich teilweise fantastisch amüsant: „Jane knew that the childhood girl friend about to pay a long visit was a confirmed Lesbian….“ *gasp* A confirmed Lesbian?? Shocking!! Ich kann mir schon lebhaft vorstellen, was für eine Art von „long visit“ das werden wird.

Um meine Diplomarbeit noch etwas weiter zu prokrastinieren hab ich die besten Covers für euch hier gesammelt – viel Spass beim durchsehen!

6 thoughts on “Lesbian Pulp Fiction

  1. Pingback: Hängen geblieben, die Links der KW 44/12 « Die chaotische Welt der Geschlechter

  2. Es gibt aber auch ein paar lesbische autorinnen von dieser zeit: Mary Renault und Ann Bannon sind zum beispiel 2. Bitte schreib ein bisschen mehr darüber ;D Und es gibt siiicher irgendwo zum kaufen. Würde ich nicht prokrastinieren nennen <3

  3. Nautipuss ^^ — ich frage mich, für welches Publikum diese Hefte pupliziert wurden; lüsterne Männer mit girl on girl fantasies oder tatsächlich für lesbische Frauen?

    • ich schätze mal teils-teils. einige dieser bücher wurden ja auch tatsächlich von lesbischen frauen verfasst, also nehme ich mal an, dass zumindest diese das „eigene“ publikum im auge hatten. aber das trifft bestimmt nicht auf alle zu, und generell sollte ja bloß nicht der eindruck erweckt werden, homosexualität wär in ordnung.

      • Klingt plausibel. So gut es ist, dass wir diese Zeiten hinter uns haben (nicht, dass es noch genug zu tun gäbe…) so toll finde ich, was für herrliche Covers produziert wurden. In Verbindung mit den Titeln ist das schon schöne Pulp-Kunst . Ästhetisch betrachtet finde ich es schade, dass es Pulp in dieser trashigen-reißerischen Form nicht mehr gibt. Es fällt aber auf, dass die Coverbilder grafisch weniger aufwendig produziert wurden als z.Bsp. Horror-Stories aus der Epoche. Wahrscheinlich, weil der Absatzmarkt nicht so groß und dementsprechend das Budget auch kleiner war. Eine kulturwissenschschaftliche Arbeit zum Thema tut not…

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