Homos & Bibel oder: Moral & Metapher

Klagen einer Atheistin, Teil 2

Vorweg: Bedient man sich Google kommen X Seiten oder Aufsätze, die sich mit folgenden Irrwegen der Bibel beschäftigen und auch mit der hier aufgeworfenen Frage, was die Bibel an Widersprüchen und aber auch moralischen Grausamkeiten, etc anzubieten hat. Ich bringe mit diesem Beitrag also nicht viele neue Gedanken in die Diskussion, aber dieses Thema kann meiner Ansicht nach nicht oft genug wiedergekäut werden, denn das Echo ist dürftig und außerdem brennt es mir unter den Fingernägeln. Als dann:

In der modernen Rezeption kursieren viele Versuche, die bekannten Bibelstellen, die vermeintlich Homosexualität verurteilen, in den Blickwinkel anderer Interpretationen zu setzen und damit das Argument Homosexualität sei gott-un-gewollt zu entkräften. Ich frage mich immer: wozu?

Kann die Bibel Fragen zum Umgang mit Homosexualität in der modernen Gesellschaft beantworten? Nein, kann sie natürlich nicht. Die kirchliche Vorstellung, dass die Bibel DAS Buch ist und auf magische Art über Jahrhunderte hinweg von einem unsichtbaren Gott inspiriert wurde, ist erstens unwahrscheinlicher als unwahrscheinlich, zweitens unbelegbar und drittens eine zu schwache Annahme um auf ihr aufbauend ernsthaft ein moralisches Regelwerk zu errichten oder auch nur Einfluss üben zu lassen. In Märchen zum Beispiel kommen Frösche vor die sprechen und sich zu Prinzen verwandeln, Prinzessinnen die 100 Jahre schlafen und wieder erwachen. In der Bibel gibt es die sprechende Schlange und Jesus, der wieder aufersteht. Würden wir einer Gruppierung Menschen unser moralisches Regelwerk anvertrauen, die behaupten der sprechende Frosch habe irgendeine Botschaft von Gott oder, dass Dornröschen die Tochter Gottes sei, weil sie wieder auferstanden ist?

Ich gebe zu, dass dieser Vergleich eine sehr zynische Vereinfachung ist und die Bibel im Unterschied zu Märchen auch wirklich explizite moralische Gesetze aufstellt wie die 10 Gebote. Abgesehen von solchen aber, bedient sich die entsprechende Kirche sehr wohl auch solchen Metaphern und leitet daraus moralische Urteile ab. Die Schlange zum Beispiel ist der teuflische Anteil des Menschen, dem er sich hingegeben hat und deshalb von nun an für immer Sünder_in ist. Und selbst die Entstehung der 10 Gebote basiert auf einer Sage. So ist es realistisch betrachtet wohl eher undenkbar, dass die Buchstaben hoch oben auf einem Berg „von selbst“ oder „von Gott“ in den Stein gemeißelt wurden, außer dazumal lebten die Menschen noch außerhalb der heute gültigen Naturgesetze. Wer sich schon einmal die Mühe gemacht hat, die Bibel ernsthaft zu durchforsten wird kaum bestreiten können, dass sie sowohl vom metaphorischen Aufbau, den historischen Falschbehauptungen, als auch vom Stil her, nicht nur vergleichbar mit überlieferten Sagen, Mythen und Märchen ist, sondern definitiv in diese Rubrik einzuordnen ist. Es ist bizarr und eigentlich nicht zu erklären, dass wir zum Beispiel die griechische Mythologie als Metaphernansammlung und als eine der vielen historischen Versuche anerkennen, das Weltgeschehen und die Naturkräfte zu verstehen und aber der Bibel, die mit den gleichen Methoden dasselbe versucht bis ins 21. Jahrhundert von manchen Glauben geschenkt wird.

Wobei der vermeintliche Wahrheitsgehalt (im katholischen Fall) wiederum davon abhängt, welcher Papst gerade waltet. Ich kann mich nicht mehr so genau erinnern, gibt es das Fegefeuer im Moment oder wieder nicht mehr? Und wann genau ist der Spruch „Liebe den Sünder, hasse die Sünde“ entstanden? Zufällig parallel zum Aufbau der Demokratie? Ist die Erde in 7 Tagen erschaffen worden? Christliche Fundamentalisten sagen ja, der Papst sagt nein. In der Bibel steht ja. Sowie in der Bibel steht, dass Homosexualität zu verurteilen ist – das wiederum stimmt schon, sagt der Papst. Der Papst leugnet, was die Entstehung der Welt betrifft, die Erkenntnisse der Wissenschaft nicht. Die Angelegenheit mit den 7 Tagen ist auch nach ihm im übertragenen Sinn zu werten. Die wissenschaftlichen und auch ethischen Erkenntnisse aber, dass Homosexualität integraler Bestandteil der menschlichen Sexualität und ethisch unbedenklich ist, ignoriert er wiederum und beruft sich auf die Bibel, deren wortwörtliche Auslegung er in der Sache mit der Entstehungsgeschichte noch ausschloss. Zu Verhütung oder aktiver Sterbehilfe zum Beispiel steht schon mal, da medizinisch weit entfernt von der damaligen Gesellschaft, überhaupt nichts. Da ist dem Papst, als die Pille auf den Markt kam, wahrscheinlich ein Engel erschienen. Ok, sagen wir, dass bei den Fragen nach richtig und falsch nicht immer im Vordergrund steht, was in der Bibel steht, wenn betreffende Stellen einfach nicht zu finden sind, sondern die Frage: was würde Jesus tun? Menschen die Liebe verbieten? Sicher?

Wozu macht man sich also die Mühe ein märchenähnliches Buch, von dem sogar der Papst sagt, dass so einiges daran nicht stimmt, so umzudeuten, dass Homosexualität zum Schluss nur fraglich oder nicht verurteilt wird? Was hat die Bibel denn schon an Aussagekraft, so dass es wichtig wäre jene Stellen so zu interpretieren, dass Homosexualität keine Sünde mehr darstellt? Natürlich verurteilt die Bibel an manchen Stellen, ziemlich eindeutig, Homosexualität. Das ist erstens nicht verwunderlich und zweitens kein Grund in Panik zu verfallen und sich die Mühe zu machen das Gegenteil zu beweisen. Die Bibel unterstützt auch Polygamie, behauptet die Erde sei der Mittelpunkt des Universums, die Menschheit sei aus Adam und Eva entstanden, die wiederum von Gott aus Lehm gebastelt wurden, eine Schlange kann sprechen und außerdem, dass Jesus ohne vorangegangenen Zeugungsakt geboren wurde. Was an diesem Buch nehmen wir also so ernst, dass es wichtig wäre ausgerechnet den ebenso-Blödsinn Homosexualität wäre nicht gott-gewollt, umkehren zu müssen? Ich glaube nicht, dass Jesus Wasser zu Wein verwandelt hat, ich glaube nicht, dass die Welt in 7 Tagen erschaffen wurde und ich glaube auch nicht, dass die Heuschrecken-Plage in Ägypten eine Strafe Gottes war, weil der Pharao gemein zu Moses war, sondern, dass die Viecher einfach Hunger hatten und sich bisschen zu stark vermehrt haben. Wieso sollte ich also glauben, dass Homosexualität in irgendeiner Art verwerflich ist, nur weil es in der Bibel steht, die gleichzeitig all diese anderen Dinge behauptet und btw gleichzeitig Vergewaltigung, Menschenopfer und Steinigung in bestimmten Situationen als legitime Intervention empfindet? Das ist einfach lächerlich. Nochmal: Ich weiß, dass viele, die (an die Bibel) glauben, all diese Dinge metaphorisch sehen und deuten und aus dieser Deutung heraus bestimmte „Weisheiten“ oder „Regeln“ ableiten, die sie auf ihr Leben oder das der Welt ummünzen können. Aber etwas, das sich aus Metaphern und Sagen speist und unter der Voraussetzung existiert, dass irgendjemand, dessen Existenz hochspekulativ ist, uns mit diesen undurchsichtigen Metaphern auf etwas hinweisen möchte, reicht einfach nicht um darauf verbindliche, moralische Gesetzmäßigkeiten aufzubauen, die das Potenzial haben Menschen in ihren elementarsten Freiheiten zu beschneiden.

Etwas zu untersagen oder es als moralisch verwerflich/bedenklich einzustufen, erfolgt immer dann, wenn Dritte negative Konsequenzen davon zu erwarten haben. „Du sollst nicht stehlen“, schön, dass dies schon zu Zeiten Mose auf allgemeines Einverständnis stieß, ich vermute die Menschheit hätte dies aber wohl auch ohne Gott geschafft. Wenn jemand stiehlt kann dies zur Folge haben, dass jemand anderem etwas fehlt, gäbe es den Grundsatz „Du sollst nicht stehlen“ nicht, hätte dies eine Gesellschaft zur Folge, in der alle, die schnell und stark genug sind, alles haben und die anderen verhungern. Das Mindeste, das von einem moralischen Grundsatz zu erwarten ist, ist, dass er begründet und irgendwie erklärt werden kann, warum dieser Grundsatz gelten sollte. „Du sollst als Mann nicht liegen neben einem Mann, sowie neben einer Frau“ – wieso nicht? Nochmal: Wieso nicht? Gäbe es diesen Grundsatz nicht oder würde es heißen „Es ist egal ob du als Mann neben einem Mann oder einer Frau liegst“ hätte dies keine weiteren negativen Auswirkungen. Manche oder viele der kirchlichen, moralischen Vorstellungen lassen sich einfach nicht begründen. Die Begründung in letzter Konsequenz heißt: Weil es in der Bibel steht.

Warum sollte Homosexualität nicht praktiziert werden? Die Vorstellung, dass mit der Akzeptanz oder sogar Gleichbehandlung homosexueller Beziehungen, die Fortpflanzung leidet und die Gesellschaft destabilisiert wird, ist erstens auf jeder erdenklichen Ebene ein Denkfehler der niedrigsten Stufe und zweitens eine äußerst interessante Befürchtung: Hinter dem Gedanken steckt dann ja wohl die Prämisse, dass Homosexualität oder homosexuelle Beziehungen in Wirklichkeit eine so große verführerische Kraft ausstrahlen, dass die Mehrheit der Menschen sich für solche Beziehungen entscheiden würde, wären sie nur endlich gesellschaftlich akzeptiert. Dies hieße wiederum, dass heterosexuelle Menschen nur deswegen heterosexuell sind und bleiben, weil sie ihre eigentliche Homosexualität unterdrücken und wenn dies durch die gesellschaftliche Anerkennung einfach nicht mehr nötig wäre, ist niemand mehr (oder zu wenige) heterosexuell und wir sterben aus! Der Katholizismus, was der sich immer einfallen lässt!!

Fazit: Die Bibel als moralischer Maßstab ist ungeeignet.

Es grüßt, die göttinnenspeise

16 thoughts on “Homos & Bibel oder: Moral & Metapher

  1. Wir sterben nicht wegen der Homosexualität aus und schon gar nicht wegen der Antibabypille oder der Sterilisation des Mannes. Die Welt hat gigantisches Bevölkerungswachstum und China löst jetzt nur langsam seine 1 Kind Politik, aber auch nur wegen der negativen Alterspyramide, die dort noch mehr als hier zum Problem werden droht. Mehr Toleranz gegenüber Behinderten führt auch nicht zu mehr Behinderungen, sondern höchstens, dass diese freier und ordentlicher an der Gesellschaft teilnehmen können.

  2. Also in Schweden hat die Kirche nicht mehr ein problem mit homosexualitet und erlauben ganz normal homosexuelle paren zu heiraten in die Kirche, so angeblich gibt es auch theologen die anderes auslesen kann von der Bibel, und genau wie du diese schwache grunde warum homosexualitet nicht ok sein sollte nicht legitim finde. Die grund warum die kirchen ein problem hat mit homosexualitet ist offensichtlich nicht der Bibel, weil da steht ja sonst auch sehr viel drinnen die sie einfach ignorieren, aber eine superpatriachalisches machtstruktur in der katholische kirche und sehr sehr konservative werte. Wenn die normalen leute die kirche verlassen bleiben nur diese crazy altmodischen leuten die ein problem mit ALLES neues hat.

  3. puh, also das ist ein rechter mix. ich erhoff ich werd nicht zu theologisch.
    also zu den basics: Du musst an garnix glauben. aber sehr viele leute glauben an zb Christus und seine botschaft. dies kann mehr oder weniger reflektiert geschehen, und die Bibel ist eine sammlung von texten die ihrer natur nach sehr unterschiedlich sind. es ist möglich, so zu tun, als wollte die schoepfungsgeschichte einen wissenschaftlich akkuraten bericht der entstehung von allem abgeben. das machen christliche fundamentalistInnen einerseits und personen die die absurdität der Bibel beweisen wollen andererseits. andere gläubige sehen darin metaphern, und garnicht mal so undurchsichtige.
    ein weiteres problem besteht darin, dass Jesus die erfüllung der hoffnungen des alten bundes ist, aber eben darüber hinausgeht. so verlieren viele gebote ihre notwendigkeit. G-tt hat den menschen einen deal angeboten: haltet meine gebote, ich verschaffe euch den himmel, aber sie haben immer wieder dagegen verstossen. bis es Ihm gereicht hat, und Er beschlossen hat, mensch zu werden, und selbst den pakt zu erfüllen, die menschheit zu erlösen. so kann Er sagen; der sabbat ist für den menschen, nicht umgekehrt, so sind auch die speiseregeln obsolet.
    drittens gibt es natürlich viele gläubige menschen die nicht hetero sind, und trotzdem die biblischen geschichten als basis ihres glaubens haben. das mag unverständlich sein, aber denen ist es wichtig, ihre sexualität nicht einfach als hoffentlich verzeihbare schweinerei in den augen des Herrn zu erleben.
    zuguterletzt ein paar gedanken über Deine argumentationsart:
    wenn Du über religion schreibst, wäre es mal wichtig, den unterschied zwischen verschiedenen erzählungen zu definieren. der unterschied zwischen schneewittchen und der Bibel ist zb, dass erstere nicht als göttlich inspirierte handlungsanleitung geschrieben wurde, und von keiner person so aufgefasst wurde.
    der unterschied zwischen der Bibel und der griechischen mythologie zb ist, dass höchstens eine davon wahr sein kann.
    und es ist wichtig, ein bisschen mehr im system zu denken. dass G-tt „unsichtbar“ ist und was „magisches“ macht ist religiös gedacht nichts sonderlich aufregendes. Du redest von einem als allmächtig definierten wesen. da bringt es nichts, die „realistische“ variante der entstehung der 10 gebote zu erörtern, wenn realistisch bedeuten soll, dass nichts aus Deiner sicht mit naturgesetzen und realität inkompatibles vorkommen darf.
    also mehr sicher später
    p.s. aus respekt vor jüdinnen/juden schreib ich G-tt wenn es (auch) um den alten bund geht

  4. „der unterschied zwischen der Bibel und der griechischen mythologie zb ist, dass höchstens eine davon wahr sein kann“

    Stimmt, aber wer kann schon sagen, welche? Dieser Anspruch auf Exklusivität ist eines der größten Probleme, die ich mit monotheistischen Religionen habe. Die Tatsache, dass die griechische Mythologie jetzt eben von den meisten Menschen nicht mehr als Religion sondern als Sagen gesehen wird, reicht für mich nicht aus, um eine unterschiedliche Behandlung zu rechtfertigen oder zu verlangen. „One person’s religion is another person’s mythology“ oder so ähnlich. Angesichts der Vielzahl an Gottheiten und Erzählungen, die zu einer bestimmten Zeit und an einem bestimmten Ort religiösen Status haben oder hatten, muss sich auch die christliche Religion den Einwand gefallen lassen, einer von vielen mythologischen Kreisen zu sein. Diesen Einwand kann mensch natürlich mehr oder weniger respektvoll formulieren, zutreffend ist er aber wohl jedenfalls.

    • nun, da Du nicht beweisen kannst, dass frösche nicht prinzen werden und ich kein höheres wesen beweisen kann, kann die antwort nur lauten, sich auf elementare spielregeln zu einigen, wie damit umzugehen ist. fanatikerInnen die dabei über die stränge schlagen gibt es leider auf beiden seiten.
      aber exklusivitätsanspruch hat doch eigentlich jede person irgendwie, oder?

  5. Also, Religion spielte in der Vergangenheit eine sehr wichtige Rolle. Z.b. Menschen arbeiteten freiwillig an dem Aufbau der ägyptischen Pyramiden so dass die Seele der Pharaonen in der Händen der Götter ankommt. Also, aus religiösen Gründen. Das ganze Leben für diese Leute nur der Religion diente und in diesen Zeiten gab es auch keine echte Nachweise dass Götter existieren.. und wir wurden für tausende Jahren mit dieser Ansicht erwachsen.
    Mit der Zeit werden wir aber bisschen erweckt. Durch Wissenschaft haben wir entdeckt dass die Dinge sind nicht wie wir gedacht haben (der Skeptizismus ist erhöht). Es gibt Niemand der jenseits der Wolken steht , uns betrachtet, befehlt, straft oder uns ins Paradies schickt. Ja, so ist es. Nicht so leicht jetzt, aber müssen wir weiter gehen und lernen ob es etwas anderes im Leben gibt. Leider haben nicht alle Menschen die Gelegenheit zu diesen Gedanken und Weisheiten anzukommen. Deshalb wird diese Erweckung noch nicht überall verbreitet. Es braucht Zeit und „unsere“ Bemühung und Geduld. Und davon abgesehen, Religion betreffend oder nicht, erscheint es eine menschliche (tierische) Eigenschaft zu sein, an Dingen die neu sind zu zweifeln oder deren Annahme zu verweigern. Ich nenne Toleranz&Akzeptanz eine Entwicklung, ein Evolution. Sind nur ein paar Stufen auf dem Treppenaufgang des Evolutions. Und auch „wir“ haben viel mehr weiter zu lernen, anderen Vorurteilen zu entkommen.
    Es ist wichtig manchmal die Herkunft, das Aufwachsen, die Lebensbedingungen der anderen herauszufinden und verstehen. Dann können wir viel. eine Auflösung finden die angenehm für alle ist.
    Ich sage nicht dass diese Leute, die die Homosexualität hassen, recht haben, sondern dass sie sie noch nicht verstehen und mit ihr nicht gewohnt sind. Und hier Politik inkl. Media spielt eine super große Rolle… :(

    • also ich will garnicht bestreiten, dass wir heute dank der wissenschaft mehr wissen als früher, und dass gewisse formen der religiosität im zuge größerer freiheiten weniger anhang und gläubige haben. aber es so darzustellen, als seien heute „noch“ religiöse menschen irgendwie zurückgeblieben auf ner früheren evolutionsstufe und hätten einfach die „weisheit“ nicht, ist ja quasi das argument, dass von religiöser seite zurecht abgelehnt wird.
      ob eine person „hinter den wolken“ ist, ist nicht erwiesen, auch nicht durch die wissenschaft widerlegt, aber in einer zeit von esoterik, der rückkehr zum glauben an planetenkonstellationen und nicht zuletzt den verbrechen der letzten hundert jahre würde ich nicht so ohne weiteres vom fortschritt reden.

      • und wie wirst du es nennen?

        nur zu erklären, ich glaube nicht dass alle Leute die nicht religiös sind, sitzen schon auf einem höheren Niveau. Nationalismus ist auch nicht etwas gut und einen mächtigen Grund fürs Verbrechen. Aus meiner Sicht dem Nationalismus entkommen ist auch einer Entwicklungsschritt. Aber was soll statt Nationalismus sein? die Globalisierung in diesem kapitalistischen System ist auch ganz schlecht hehe Aber was ich weiß ist dass viele Religionen setzen sich unserer Freiheit entgegen..

      • Also, weil du gesagt hast dass wir diese Veränderungen im Denken (z.b. der Gott aus der Bibel existiert nicht..) nicht als Fortschritte sehen müssen. Aber als was?

        P.S. ja, ich glaube hier kann man nur auf 2 Kommentare antworten..

      • ich meinte damit, dass mit fortschreiten der zeit nicht unbedingt auch alles besser geworden ist. leider gibt es auch in der wissenschaft tendenzen die ich gefährlich finde, ganz abgesehen vom versuch, sich in theologie einzumischen, alles zu tun was möglich ist halte ich für bedenklich

  6. Dass die Menschen, die am Bau der Pyramiden mitgearbeitet haben, das alles völlig freiwillig getan haben, wage ich jetzt mal zu bezweifeln ;) Den Sklaven bliebt da glaube ich keine große Wahl.
    Aber beim Rest gebe ich dir recht. Langsam, langsam setzen sich neue Ansichten in der Menschheit durch, leider meistens gegen Wiederstand der Konservativen und der Tradition, aber es geht voran. Ich hoffe, die Menschheit wird es irgendwann schaffen, ihr gutes Potential zu realisieren, ohne sich ständig durch Furcht und Haß und Gleichgültigkeit gegenüber dem Leid anderer (sowohl Menschen als auch Tiere) selbst ins Knie zu schießen, und sich in kleineren und größeren Konflikten zu verstricken.

    • ja, genau :)

      und über die Pyramiden, habe ich nicht gemeint dass alle haben freiwillig gearbeitet sondern ein paar Menschen.. ich kann mir das wirklich vorstellen. Die haben eine perfekte Pyramide gebaut und der Pharaon war nicht der einzige religiös.. Aber das kann man leider nicht beweisen, sind nur Spekulationen. ich hatte vor nur zu bezeichnen welche Macht die Religion damals hatte und das ist sicher nicht der einzige Beispiel aber ist nur ein schöner Beispiel.

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