Queer Diversity Project: der Kurzfilm

Vergangenen Freitag feierte das Queer Diversity Project im Rahmen der MiGay wird 4! – Feier im ega seine Premiere. Das Ziel des ambitionierten Projektes ist es, die Vielfalt sexueller Orientierungen und Identitäten in Wien aufzuzeigen, um dadurch Vorurteilen entgegenzuwirken und diese abzubauen.

Eine Mitarbeiterin von MiGaY – dem Verein zur Integration und Unterstützung homosexueller Migrant_innen und ein Mitarbeiter der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien schlossen sich zusammen und wollen mit diesem Kurzfilm ein Zeichen gegen Rassismus, Homo- und Transphobie setzen und auch die Kategorisierung aufgrund der sexuellen Orientierung bzw. Identität kritisch hinterfragen. Ihr Ziel ist es ein möglichst breites Spektrum unterschiedlicher Stimmen, Gesichter, Charaktere und Menschen mit einzubeziehen.

Bleibt nur noch eine Frage offen: Wie findet ihr den Clip?

9 thoughts on “Queer Diversity Project: der Kurzfilm

      • Hallo Mel!
        Ich beziehe mich auf die allgemeine Begrifflichkeit, die sich in unseren ‚Kreisen‘ so durchgesetzt hat. Der Wandel von Begriffen war für mich immer schon faszinierend, und mir ist besonders aufgefallen, wie im Video gegen Ende hin nur mehr ein Wechsel zwischen „Ich bin lesbisch“ – „Ich bin schwul“ stattgefunden hat. Mir schwebt dabei stets im Hintekopf, wie diese Begriffe eigentlich abwertend gebraucht wurden und zum Teil noch gebraucht werden (oder ist es nur bei mir in der Gegend so, dass „schwul“ zum Equivalent für „blöde“ geworden ist?)
        Gewiss, die homosexuelle Gemeinde hat die Begriffe für sich selbst ‚ge-owned‘, aber trotzdem: ich finde, wir lassen uns zu sehr diese Art von Stempel aufdrücken, die eigentlich von einer heteronormativen Gesellschaft geprägt wurden, und vielleicht bin ich die einzige, die so denkt, aber ich finde das nicht okay.
        Ich weiß nicht, ob es besser ist, nach neuen Begriffen zu suchen oder bei ‚unseren‘ Begriffen zu bleiben, die wir übernommen haben. Über diesen Aspekt habe ich noch zu wenig nachgedacht. Aber die Benutzung des Wortes „schwul“ bei den Männern war beinahe inflationär, genauso, wie viele der dargestellten Frauen sich als „queer“ bezeichnet haben.
        Am besten fand ich den Herrn, der meinte: „Ich bin ein Mensch“. Sexualität ist nur ein kleiner Teil unseres Wesens.
        (Habe ich meinen Eintrag jetzt verständlicher machen können oder ist es jetzt nur umso konfuser? Falls das der Fallein sollte – entschuldige bitte, ich gehe gerne nochmal auf unklares ein.) – Wanja

      • Hi Wanja, ich konnte leider nicht direkt antworten.. Ich finde die Idee mit neuen Begriffen sooo gut, wie ein neuer Begin, wie eine neue Chance für die Welt offen zu sein und die andere, die nicht ähnlich sind, zu akzeptieren. Weil, ich glaube, dass es sehr viele Menschen gibt, die sich im Vergleich mit früheren Zeit doch geändert haben aber die Begriffe bringen immer diese schlechten Bilder im Kopf. Viel. mit neuen Begriffen kann man etwas neues anfangen?!

      • @Liebesknochen: Genau das ist der Gedanke bei der ganzen Sache. Ich denke jedes Mal, dass es viel zu wenige positiv behaftete Begriffe gibt, die wir benutzen können. Ich weiß nicht, wie es euch allen geht, aber jedes Mal, wenn ich mich als ‚Lesbe‘ bezeichne, denke ich doch an die vielen Male, in denen ich es in abfälliger Betonung gehört habe. (Okay, ich brabbele vor mich hin, das habe ich eh alles schon in der ellenlangen Antwort an Mel hingeschrieben) Frohe Ostern allerseits!

  1. Mir gefällt der Beitrag gut. Ich mag’s, bekannte Gesichter darin zu sehen. Und ad uniformer Begrifflichkeit: In meinen Augen stellt der Clip bewusst Zusammengehörigkeit und Diversität einander gegenüber bzw. zeigt, dass die beiden einander nicht ausschließen. Ja, alle beginnen ihre Vorstellung mit „Ich bin …“, und alle sind aus derselben Perspektive fotografiert. Aber jeder wählt seine eigenen Adjektive, und hinter dem kurzen Satz und der Momentaufnahme lässt sich jeweils – finde ich – ganz viel Individualität vermuten.

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