Eine kurze Geschichte der Regenbogenparade

Fünf Mal noch schlafen, dann ist endlich wieder Regenbogenparade!! Auch die sugarbox feiert Pride Week und wird euch mit interessanten Artikeln das Warten auf Samstag verkürzen. Den Beginn macht heute ein kurzer Überblick auf die Geschichte der Regenbogenparade.

In Wien gibt’s die Regenbogenparade seit 17 Jahren, genauer gesagt seit dem 29. Juni 1996, damals organisiert vom Österreichischen Lesben- und Schwulenforum und benannt von Mario Soldo, der sich die Bezeichnung „Regenbogenparade“ einfallen ließ. In Deutschland und der Schweiz ist die Bezeichnung „Christopher Street Day“ üblich, während die Paraden im englischsprachigen Raum meistens als „Gay Pride“ oder einfach nur „Pride“ bezeichnet werden (oft in Verbindung mit dem jeweiligen Ort, an dem sie stattfinden). Seit 2003 wird die Regenbogenparade von der HOSI Wien organisiert und genießt seit 2004 auch die offizielle Unterstützung der Stadt Wien.

Der Name „Christopher Street Day“, oder kurz CSD, ist mit den historischen Wurzeln der Parade verbunden und erinnert an den 28. Juni 1969, als es in den frühen Morgenstunden vor der Stonewall Inn auf der Christopher Street im New Yorker Stadtviertel Greenwich Village zum ersten Aufstand queerer Menschen gegen die Polizei, die dort regelmäßig Razzien durchführte, kam. Tagelanger Aufruhr in den Straßen markierte den Beginn einer neuen, selbstbewußten Gay-Rights-Bewegung, die sich nicht mehr verstecken und assimilieren wollte, sondern laut und stolz ihren Platz in der Gesellschaft forderte.

flickriver

Ein Jahr nach den Aufständen wurde das „Christopher Street Liberation Day Committee“ gegründet und die erste Parade organisiert, woraus sich die New Yorker Tradition entwickelte, jeden Sommer am letzten Samstag im Juni einen Straßenumzug in Erinnerung an die Vorkommnisse des 28. Juni zu veranstalten. In den darauffolgenden Jahren und Jahrzehnten wurden im Sommer abgehaltene Paraden zu einer internationalen Tradition queer lebender Menschen. Als Fixtermin im Kalender (für mich persönlich ist Pride ein wenig wie queere Weihnachten) sind die Paraden eine Mischung aus Party und politischer Demonstration – eine Gelegenheit, das queere Leben laut und ausgelassen zu feiern und dabei auch auf nach wie vor bestehende Diskriminierungen aufmerksam zu machen.

fynecouk

Kommenden Samstag um 14 Uhr startet also die 18. Wiener Regenbogenparade auf Höhe des Heldenplatzes und umrundet von dort den Ring entlang die Stadt. Falls ihr noch nicht wisst, was ihr zur Parade anziehen sollt, findet ihr vielleicht in diesem Artikel ein wenig Inspiration. Und den reise- und besonders partylustigen unter euch, denen eine Parade nicht genügt, sei diese Liste von über 200 weltweiten Pride Events empfohlen. Die sugarbox freut sich schon, euch vielleicht auf der Parade über den Weg zu laufen!

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