Happy Birthday, Whitney – closet bisexual?

Heute hätte Whitney Houston ihren 50. Geburtstag. Whitney Houston: Legende, Ikone und Pop-Göttin. Nicht nur das Guinness Buch der Rekorde bezeichnet sie mit über 170 Millionen verkauften Tonträgern und über 200 Gold-, Platin-, Silber- und Diamantschallplatten sowie sechs gewonnenen Grammys als die erfolgreichste Sängerin aller Zeiten. Das Metier hat sie wohl in die Wiege gelegt bekommen, ihre Mutter ist die Gospelsängerin Cissy Houston, ihre Cousine war Dionne Warwick, und als ob das noch nicht reichen würde, war sie auch noch das Patenkind von Aretha Franklin.

Whitney Houston erfreute die Menschheit nicht nur mit ihrer grenzgenialen Stimme, sondern auch mit einem Haufen supercheesy und superschönen Filme. Ich bekomme heute noch eine Gänsehaut, wenn ich mir den Film Bodyguard anschaue, und die Samurei-Schwert-zerschneidet-Seidenschal Szene kommt.

Es war also klar, dass auch wir von der sugarbox dieser unglaublichen Frau einen Blog-Eintrag zu ihrem Geburtstag widmen werden. Nur wie dieser aussehen sollte, war nicht von Anfang an klar. Ein Zuckerstreusel?
Die Frage nach ihrem besten Schmusesong?



Ihr einflussreichstes und meistzitiertes Lied
, welches es wohl immer schaffen wird bei mir auf die Tränendrüse zu drücken?


Welche Künstlerin würde es wohl sonst schaffen in der ersten Minute vollkommen auf musikalische Begleitung zu verzichten?

Bestes Whitney-Remake?

Easycheesy: Glee’s Mercedes, Kurt, Rachel und die wunderbare Santana mit einer a cappella Version von How will I know

Das beste Whitney-Outfit?

Ganz klar: Lederjacke, Jeans und weißes Tanktop!

MOMENT, Lederjacke und weißes Tanktop?!

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whitney_dancewithsb2

whitney_jeans
whitney_tuxedo
Und dann auch noch ein weißer Tuxedo?
Ist das nicht alles ein *geheimer* Code für?

Die Gerüchteküche brodelt – immer noch!

Letztes Jahr verstarb Whitney Houston, und dies war das erste Mal, dass ich von den (nun) nicht enden wollenden Gerüchten hörte, dass Houston bisexuell gewesen sei. Natürlich stellt sich nun auch die ethische Frage, wie angemessen es ist, über die Sexualität einer Verstorbenen zu schreiben. Darf man posthum Beziehungen zwischen Menschen bestätigen, welche diese zu Lebzeiten stets negiert haben? Wie es beispielsweise Peter Tatchel tat. Und darf ich in weiterer Folge, dies überhaupt weiterverbreiten? Als ich einer Kollegin der sugarbox von dem moralischen Dilemma erzählt habe, meinte sie, dass sie von diesen Gerüchten überhaupt noch nie gehört habe. Also auf zur Aufklärungsarbeit!

Das Puzzle
Auf der einen Seite haben wir eine sehr junge Whitney Houston, auf der anderen die 19-jährige Robyn Crawford. In folgendem Time-Artikel wird die Begegnung der beiden wie folgt beschrieben:

At 17, Whitney completed her extended family when she met the “sister I never had.” Robyn Crawford — tall, slim, severely handsome — was 19 then; they have been nearly inseparable ever since. Four years ago Robyn dropped out of Monmouth College, where she had played basketball on scholarship, and later became Whitney’s personal assistant. They share a North Jersey flat with a view of Manhattan.

houston_crawford

Nachdem Whitney Houston zu diesem Zeitpunkt schon als reich galt, wurde diese WG auf Grund der nicht finanziellen Notwendigkeit immer wieder als Anhaltspunkt für eine Beziehung zwischen den beiden genommen.

Because of their easy intimacy, the tattle mill has ground out the story that they are lovers. Both women shrug off the rumor. Says Robyn: „I tell my family, ‚You can hear anything on the streets, but if you don’t hear it from me, it’s not true.‘ “
Whitney also alludes to family: „My mother taught me that when you stand in the truth and someone tells a lie about you, don’t fight it. I’m not with any man. I’m not in love. People see Robyn with me, and they draw their own conclusions. Anyway, whose business is it if you’re gay or like dogs? What others do shouldn’t matter. Let people talk. It doesn’t bother me because I know I’m not gay. I don’t care.“

Diesem Zitat nach dürfte Whitney Houston eine unglaublich coole Person sein, die ihrer Zeit schon damals (1987) sehr weit voraus war. Im Gegensatz dazu stand ihr Presse-Management, welches stets darauf bedacht war eine sexuelle Beziehung zwischen den beiden zu negieren.

So dürfte es für ihr Management sehr praktisch gewesen sein, dass sie 1992 den Sänger Bobby Brown heiratete. In seiner Autobiographie schreibt er laut NY Post folgendes über die Ehe mit Whitney Houston.

As far as his 15-year marriage to Houston is concerned, it „was doomed from the very beginning. Within the first year we separated, with several more to follow,“ Brown writes. „I think we got married for all the wrong reasons. Now, I realize Whitney had a different agenda than I did when we got married . . . I believe her agenda was to clean up her image, while mine was to be loved and have children.“ Whitney, he alleges, had been under „a lot of pressure. The media was accusing her of having a bisexual relationship with her assistant, Robin Crawford. Since she was the American Sweetheart and all, that didn’t go too well with her image . . . In Whitney’s situation, the only solution was to get married and have kids. That would kill all speculation, whether it was true or not. In the short, I think I got caught up in the politics and ended up marrying one of the biggest stars in the world.“

Ob Bobby Brown wirklich so ein Unschuldslamm war/ist, wie er sich in seiner Autobiographie darstellt, sei dahingestellt. Fakt ist jedoch, dass Crawford auch Houston’s Trauzeugin war.

Im Mai 2000 wird Whitney Houston wie folgt im OUT Magazin zitiert:

That ain’t me, I know what I am, I’m a mother. I’m a woman. I’m heterosexual. Period. But I love everybody. If I was gay, I would be proud to tell you, ‚cause I ain’t that kind of girl to say, „Naw, that ain’t me.“ The thing that hurt me most was that they tried to pin something on me that I was not. My mother raised me to never, ever, be ashamed of what I am. But I’m not a lesbian, darling, I’m not.

out_houston

Die immer wieder zitierte Mutter Cissy Houston hat allerdings Anfang dieses Jahres Oprah Winfrey ein Interview gegeben, welches an herzlicher Kälte wohl nicht zu übertreffen ist. In einem Ausschnitt geht es auch um die Sexualität ihrer Tochter.

Das Video gibt es hier zu sehen.

In ihrem Buch schreibt Cissy Houston:

I knew I didn’t want Robyn around my daughter, and I told [Whitney] that. There wasn’t much I could do though. [Whitney] liked Robyn. She was past the age when I could forbid her from seeing someone. Kids have a mind of their own when they get older. They want to experiment with all kinds of things. And I don’t know if it was more than that.

Nachdem Winfrey diesen Ausschnitt vorgelesen hat, fragt sie Cissy,

„Would it have bothered you if your daughter, Whitney, was gay?“
„Absolutely,“ Cissy said.
„You would not have liked that?“
„Not at all,“ she responds.
„You wouldn’t have condoned it?“
„No.“

oprah_houston

Na Bumm, die Mutter promotet also ein Buch über ihre erfolgreiche Tochter, aber anstatt, dass es sie schockiert, dass diese an Drogen gestorben ist, ist ihre größte Sorge, dass sie eine eventuelle Homosexualität/Bisexualität niemals gut heißen hätte können.

Und was sagt Robyn Crawford dazu?
Sie schweigt und negiert jegliche Gerüchte. Im Februar 2012 hat sie jedoch den wohl persönlichsten und schönsten Nachruf auf Whitney Houston geschrieben. Dieser wurde im Esquire veröffentlicht und ist hier nachzulesen.

She looked like an angel. When my mother first met her, she laughed and said, „You look like an angel, but I know you’re not.“ And she wasn’t. But she looked like one.

Not long after I met her, she said, „Stick with me, and I’ll take you around the world.“

I have never spoken about her until now. And she knew I wouldn’t. She was a loyal friend, and she knew I was never going to be disloyal to her. I was never going to betray her. Now I can’t believe that I’m never going to hug her or hear her laughter again. I loved her laughter, and that’s what I miss most, that’s what I miss already.

Und das Fazit?
Es gibt wohl keins! Zumindest keines, zu dem wir kommen können. Außer vielleicht: wenn jemand der werten Leser_innenschaft heute tanzen geht, lasst doch folgendes Lied erklingen und denkt kurz an die wohl großartigste Pop-Stimme, die heute 50 geworden wäre.

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