Zuckerstreusel: fictional place(s) I’d like to live

Pünktlich zum Tag der Arbeit hat sich die sugarbox überlegt, wo sie gerne utopischerweise leben würden.

sapphicshallowsugarshock

Solita Solano and Djuna Barnes

Meine wunderbare Utopie, von der ich niemals möchte, dass sie Wirklichkeit wird, denn manchmal sind Vorstellungen einfach schöner, solang sie genau dies bleiben!

Paris, 1920er, Anfang 1930er Jahre, natürlich mit passendem Kleingeld in der Tasche, beschrieben wie von Anais Nin. Untertags würde ich mit Solita Solano und Djuna Barnes in kleinen Bistros sitzen, dann irgendwo in irgendwelchen lichtdurchfluteten Ateliers Modell stehen und anschließend die Nächte mit Anais Nin, in den von ihr beschriebenen rotgetränkten Opiumhöhlen mit Absinth ausklingen lassen, eingelullt von ihren Worten: „Eroticism is one of the basic means of self-knowledge, as indispensable as poetry.“ Que belle!

Zuckerwatte

Hogwarts or Middle Earth? Hogwarts or Middle Earth? Hogwarts or Middle Earth? I can’t make up my mind! I have to admit that the idea of going to Hogwarts gets less and less appealing the older I get (ugh school) but it used to be my biggest dream and still somehow is (although I’m much more aware of racism and classism within the wizarding society now thanks to all the meta I’ve read). But then I see Rivendell or Lothlorien or Fangorn (the descriptions of Fangorn as a dark and scary place somehow never made it into my brain and I have a very idealized vision of this living forest) in my head and I just can’t imagine anything more pleasing than frolicing around on these forest meadows with elves, singing songs and petting animals, eating fruit and drinking wine (elves drink wine right?) all day long. Can I have both?

Punschkrapfen

Da gibt es so viele faszinierende Welten, dass ich mich kaum entscheiden kann. Das Star Trek Universum, Middle Earth, Narnia, Peter Pan’s Nimmerland, das Wunderland,… die stehen alle weit oben auf meiner Topliste und wahrscheinlich nicht nur auf meiner. Deshalb will ich euch einmal eine weniger bekannte interessante Welt vorstellen:

Die Zwillingsplaneten Fire and Water aus der SciFi-Serie LEXX, die sich durch einen ironischen, makaberen und wunderlandartigen bis absurden Humor auszeichnet.

Auf dem unerträglich heissen Planeten Fire finden sich steampunk-artige Städte, die auf kilometerhohe Türme gebaut sind. Auf dem Planeten Water sind futuristische Städte mitten in die Ozeane gebaut.

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Während auf Fire Resourcen, besonders das Wasser, sehr knapp sind, lebt die Bevölkerung auf Water im ständigen Überfluss. Eben deshalb tragen die beiden Planeten auch einen ständigen Konflikt aus. Die Bewohner_innen von Fire geben sich generell eher aggressiv und egoistisch, während die Bewohner_innen von Water generell freundlich und sanftmütig erscheinen.

Faszinierend sind auch die an Schiffe erinnernden unter riesigen Gasballons hängenden Gondeln, mit denen die Bewohner_innen von einem Planeten zum anderen fliegen.

blimp

Wäre da nicht auch noch der ständige Konflikt zwischen den Planeten, wäre Water wahrscheinlich ein paradiesischer Ort, an dem es sich gut leben liesse. Alleine ein Flug von einem Planeten zum anderen in einer der steampunkigen Ballon-Gondeln wäre schon einen Besuch wert.

schokomuffin

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Mein erster Gedanke war Mittelerde, wobei es schwer ist, mich hier für eine bestimmte Region zu entscheiden. Hobbiton wäre mal ein guter Ausgangspunkt. Ich würde sehr gerne in so einem gemütlichen Hobbithaus wohnen und die wunderschöne Landschaft rundherum erkunden. Und dann von dort aus den Rest, mit Ausnahme natürlich von Mordor. Dann hat aber zuletzt auch jemand die Serie His Dark Materials/ Der goldene Kompass erwähnt, und obwohl die Welt an sich jetzt nicht so spektakulär ist, weil sie unserer ja sehr ähnlich ist, liebe ich die Idee, einen Daemon als seelenverwandtes Tier zu haben, das einen ständig begleitet und mit dem man sprechen kann und das immer bei einem ist und alles spürt, was man auch selbst erlebt. Ich wäre so gespannt, welches Tier es bei mir wäre!

Pirategum

Ja liebe Zuckerwatte, ich kann dir nur Recht geben in Hogwarts wäre ich auch gern zur Schule gegangen. Ich hätte dann vermutlich für die süße Streberin Hermione einen Liebeszauber hergestellt und wäre mit ihr Händchenhaltend durch die Gänge gelaufen.

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Magische Orte hatten für mich auch immer schon einen großen Reiz. Ich finde z.B. die Darstellung von Pandora im Film Avatar auch so schön, die Idee mit der Erde so eine enge Bindung zu haben, gefällt mir.

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Vor allem spielt Sigourney Weaver mit:

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Die Welt in Buffy – The Vampire Slayer ist dagegen ganz anders, da kriechen Monster und Vampire aus der Erde, die es um die Ecke zu bringen gilt. Mit Buffy, Willow und Xander auf Vampir-Streife zu gehen und in antiken, zerbröselnden Büchern nach Informationen über das Urböse zu suchen, klingt einfach viel spannender und lustiger als nur darüber zu lesen.

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Fazit: Ich wäre gern eine vampirjagende Na’vi, die mit Hermione und Willow in Hogwarts zur Schule geht!

Marillenknödel

Season1cast

Wo würde ich gerne leben? Diese Frage kann ich schon für reale Orte kaum beantworten. (So wie ich generell Entscheidungsschwierigkeiten habe: Haselnuss? Oder doch lieber Nocciolone? – Aber gut, das ist eine andere Geschichte.) Für den fiktionalen Ort war mein erster Gedanke: bei den Ewoks!!!

Im Wald leben und spielen, von einem Baum zum anderen schwingen… und gaaanz viele Abenteuer erleben – die ich mir auch alle schon als Kind ausgedacht und in meine Träume eingebaut habe. Aber irgendwie bin ich mit diesen Star Wars-Geschichten nicht so vertraut und versuche mehr herauszufinden: „Die Ewoks sind ein auf dem Waldmond Endor lebendes Naturvolk und eine friedliebende und gastfreundliche humanoide Spezies, die trotz ihrer kleinwüchsigen Gestalt und ihrer primitiven Lebensweise ein großes Verständnis für Technik aufweist.“ Klingt ja ganz sympathisch. Aber: „Ihre großen dunklen Augen sind in der Regel mit einer schweren Sehschwäche behaftet, sodass die Ewoks aufgrund ihrer Kurzsichtigkeit ihre Umwelt nur bedingt wahrnehmen. Dafür besitzen sie ein sehr feines Gehör und eine ausdrucksstarke Sprache, die zwar die Primitivität der Ewoks unterstreicht, jedoch eine leichte Kommunikation untereinander gewährleistet.“  (http://www.jedipedia.de/wiki/Ewok)

Nur leichte Kommunikation untereinander??? Ok, vielleicht ist das noch nichts für mich (15 Minuten Telefonieren sind bei mir bereits kurz halten.)

Ich grabe in meiner Erinnerung und im Internet: Earth2? Zu gefährlich. Gotham City? Zu düster. Metropolis? Wenn ich nicht Super(wo)man bin, auch eher langweilig. Springfield? Neben einem Atomkraftwerk?! Nein danke. Und plötzlich fällt’s mir ein: SeaQuest! In einem U-Boot das Meer erkunden, ab und zu am Strand anlegen, quasi für die UNO arbeiten (wie Wiki verrät), die See erforschen, gegen Ökoterroristen ankämpfen, mit einem sprechenden Delfin spielen… Und gegen Außerirdische, Urweltmonster, Dämonen, Atlantis und altgriechische Götter hab‘ ich auch gar nichts einzuwenden.

Also: ihr findet mich auf der SeaQuest DSV!

PS: Oh nein, Anais Nin, das wär ja auch toll! Oder eher Salons in Wien … Na gut, wie gesagt, ich kann mich einfach nicht entscheiden ;-)

Vanillekipferl

Einmal geht’s noch; einen Teil der sugarbox findet ihr dann wohl auf einem ganz bestimmten Bahngleis…

Saftig grüne Wiesen, ein See, ein Wald, ein Hügel mit einem gewaltigen Schloss, aus dem abends viele warme Lichter scheinen. Um meine Schultern ein schwarzer Umhang, in meiner Innentasche ein Zauberstab. Wenn ich mir einen fiktionalen Schauplatz aussuchen müsste, an dem ich den Rest meines verbringen würde, gibt es eigentlich keine andere Wahl als Hogwarts. Zu jung war ich, als ich die ersten Bücher der Harry Potter-Serie gelesen habe, zu tiefgehend haben sie mich geprägt, als dass mir heute ein besserer Lebensort als die alte englische Schule für Hexerei und Zauberei einfallen würde. All die Abenteuer, der Zusammenhalt, die guten Freunde, die vier Schulhäuser, der Unterricht in Magie, das würde ich gerne einmal erleben! Natürlich wäre ich an diesem Ort dann eine Hexe. Oder zumindest eine Squib.

Der Leitgedanke der Serie, der Grund und die Lösung für fast alle Geschehnisse in allen sieben Büchern, ist die Liebe und Dumbledore (der Schuldirektor) ist ihre Leitfigur. Dass er selbst queer ist, wird im Buch zwar leider nicht explizit erwähnt, doch die Autorin J.K. Rowling hat das Detail später bekannt gegeben. Die Stellen im Buch, an denen Dumbledore Harry seine Weisheiten weitergibt, waren immer schon meine Lieblingsteile. In den nächsten Ferien gehe ich Harry Potter mal queer reading-mäßig durch!

Zwar habe ich an meinem elften Geburtstag sehr sorgfältig in alle Ecken meines Postkastens gespäht; damals hatte mir McGonagall leider keinen Brief geschickt. Doch das kann ja noch werden…ich melde mich freiwillig als Muggelkundelehrerin!

Hogwarts

Gummifrosch

Eigentlich klingt er nur bedingt fiktional, der ERDSEE, ein Platz den die grandiose Autorin* Ursula K. Le Guin geschaffen hat. So liest sich in einer Beschreibung auf Wikipedia zu diesem Ort und Hinblick auf Magie, die dort eines der wichtigsten Elemente ist. „(…) Die Ausübung der Magie liegt bei den Menschen, die mit magischen Kräften geboren werden. Nur sie können zu Magiern* werden, wenn sie die Ausbildung in der Zauberschule auf Rok absolvieren. Neben den Magiern* gibt es auch Frauen* mit magischen Kräften. Da sie jedoch aufgrund der patriarchalischen Gesellschaftsstruktur der Welt nicht zu Magierinnen* ausgebildet werden, können sie lediglich Hexen* mit geringeren Fähigkeiten und noch geringerem Ansehen in der Bevölkerung werden.“


Wow, ein nicht-realer Ort, der nach der wirklichen Welt klingt, faszinierend. Wobei, warum jetzt Magier_innen per se höher gestellt sein sollen, als Hexen*, verstehe ich nicht ganz. Hexen* waren und sind meines Erachtens Menschen mit großartigen magischen Fähigkeiten, die in diversen Geschichten verunglimpft werden. Oder, historisch betrachtet, wurden nur Frauen* als Hexen* tituliert, um sie im Namen der Religion (und „des Mannes*“) zu degradieren und töten.

Foto von Ursula K. Le Guin

Ursula K. Le Guin


Wenn ich das ganze so betrachte, gefällt mir keine fiktive Welt „wirklich“. Müsste ich mich entscheiden, würde ich es nicht tun. Viel lieber möchte ich mir eine Welt herbei denken, in der zumindest Frauen* nicht herabgesetzt und M
änner* auf einen Thron gehoben werden. Warum auch? Oder, warum gibt es so viele Geschichten, in denen die (konstruierten) Geschlechterdynamiken rekonstruiert werden. Oder, warum gibt es nicht viel mehr Geschichten, in denen eine Welt beschrieben wird, in denen Geschlecht vielfältig ist und ohne Stereotype auskommt. Jaja, ich weiß schon, da steckt vielleicht auch das Bedürfnis dahinter eben diese unsere reale Welt in Geschichten zu verarbeiten.

Mir gefällt das nicht. By the way, wenn ich schon keinen wirklich passenden utopischen Ort für mich gefunden habe, mag ich euch zumindest wissen lassen, dass ich gerne fliegen können möchte, und wenn es notwendig ist, Kräfte haben möchte, um anderen zu helfen. Ich wäre vielleicht gerne so etwas wie Super_wo_man, und dann auch gleich immer dort, wo es notwendig ist, denn das sollte sich ja dann zeitlich ausgehen. Außerdem möchte ich einen Umhang haben, den ich an andere weitergeben kann, damit sie meine Kräfte nutzen können und, ich möchte jeden Tag so aussehen können, wie ich möchte, mal mehr Frau*, mal mehr Mann*, mal keins von beiden, oder alles zugleich, und das in all den Nuancen die Geschlechter zu bieten haben. Und zum Abschluss möchte ich euch noch eines der Zitate von Le Guin mitgeben und festhalten, ich denke es lohnt sich, von dieser Frau* zu lernen.

„Love doesn’t just sit there, like a stone; it has to be made, like bread, remade all the time, made new.“

Bleibt nur noch offen, was dein fictional place, you’d like to live wäre!

Übrigens:
Zum Kommentieren unserer Beiträge genügt eine Fake-E-Mailadresse!:-)

2 thoughts on “Zuckerstreusel: fictional place(s) I’d like to live

  1. Ich würde am liebsten in einer fiktiven Welt in Mitteleuropa leben, die voll ist von Lobbyisten ist und wo viele Leute heimlich versuchen politische Macht durchzusetzen und auszuleben.
    Einer Welt, wo der grösste Held Europas ein fieser hinterlistiger Goldman Sachs Zocker namens Mario Draghi ist – bei allen unbeliebt – der ab und zu auch Gesetze brach um das totale Zerbrechen des € zu verhindern, vielleicht sogar Unruhen und Bürgerkrieg in Europa.

    Ich möchte in einer Welt leben, wo Medien von neoliberalen Konzernen und underground sites mehr Meinungsfreiheit zulassen als die Online Foren von Standard und Presse.
    Ich möchte in einer Welt leben, wo IT Großkonzerne mich wie vorgestern überraschen und sich auf die Seite der Bürgerrechtler bzgl. Netzneutralität stellen.
    http://www.nzz.ch/aktuell/digital/netzneutralitaet-fcc-usa-amazon-facebook-google-microsoft-twitter-1.18298422
    Ich möchte in einer Welt leben, wo man gegen ACTA und Bankenrettungen Aktivismus praktizieren kann.
    Ich möchte in einer Welt leben, wo es Feministinnen bald schaffen werden alte männliche Bonzen mit ihren riesigen Privilegien- und Luxuspensionen zwecks Chancengleichheit für zukünftige Generationen in die Schranken zu weisen.

    lG -he23

    P.S.: Hier ist ein nettes feministisches Tatotdeck für alle Middle Earth und Hogwarts fans http://www.paganspace.net/group/cauldron-of-the-gray-witch/forum/topics/the-tarot

...und was sagst du dazu?

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