3 thoughts on “Picking up a Pick-Up-Artist: Selbsterklärte Alpha-Männchen in Theorie und Praxis

  1. Richtig guter spannender Text, konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Aber was ich jetzt nicht ganz gecheckt hab: Hat er jetzt trotzdem versucht, seine Masche abzuziehen oder ob deiner Foren-Identität das zahme Kätzchen gespielt. Das ist für mich nicht ganz klar rausgekommen. Er klingt dann ja seeehr gemäßigt nach deiner Beschreibung.

    • huhuu :) hm, ich glaub, dass unser Treffen in mehrerlei Hinsicht nicht ‚repräsentativ‘ war. einerseits wusste ich ja, mit wem ich mich da treffen, d.h. ein unvoreingenommenes ‚Kennenlernen‘ war da sowieso nicht drin. außerdem gabs halt einfach Null Anziehung – ich bin ja an sich jemand, der sich mit so ziemlich jedem gut und angeregt unterhalten kann, aber bei diesem Treffen hab ich wirklich dauernd auf die Uhr geschaut. dann war das Problem, dass die Themen, über die er philosophieren wollte (irgendwo in seinem Buch steht quasi, dass man Mädels jeden BS auftischen kann, wenn mans nur mit dem richtigen Pathos macht) halt Themen waren, bei denen ich mich zufällig besser ausgekannt hab, weswegen ich ihn halt auch gar nicht eloquent wahrgenommen hab. es gab auch gar kein ‚Gespräch‘ im Sinne einer Diskussion, er hat mit seiner Weltsicht aufgewartet (dass ‚eh ois‘ inhärent faschistisch ist, außer dem heternormativ-fleischfressenden maledom) und ich habs dann irgendwie ironisch kommentiert, nachdem er seinen Monolog beendet hat. dass mit dem Forum und dass er im Endeffekt unsicher war, wieviel ich weiß hat aber sicher auch eine Rolle gespielt.

      man muss sich halt auch fragen, wieviel Wahrheit in dem drinsteckt, was er anonym in Büchern oder Foren von sich gibt. grad die ‚Praxis-Beispiele‘ aus seinem Buch sind zT sowas von absurd und lesen sich wie die feuchte Fantasie eines 16-Jährigen 50 Shades of Grey-Fans, der noch nie was von SSC gehört hat und sein Leben mit einem roleplay verwechselt. wenns im Kern nicht so oag wär, wärs irgendwie zum Lachen :-/ aber wie im Artikel erwähnt – das persönliche Treffen war wirklich mit Abstand am unspannendsten. wobei ich mir schon vorstellen kann, dass er mit seiner Masche nicht unerfolgreich ist, weil er halt gar nicht so pick-up-arty wirkt wie zB Julien Blanc, sondern eher so wie der unbedarfte Nachbarsjunge, von dem man nichts befürchten muss.

  2. Pingback: Rezension: Lob des Sexismus (Lodovico Satana) – Der lange Weg zum ersten Mal

...und was sagst du dazu?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s