_tastique: „Was bleiben soll, ist die Lust auf mehr“

Heute startet das queer-feministische Festival _tastique. Im Kontext von vier Schwerpunkten – Antirassismus, Sexpositivity, Körperpositivity und Antiableismus – lädt _tastique zu Konzerten, Workshops, Filmen, Lesungen sowie einer FLIT*-Sexparty ein. Das Festival endet am Internationalen Frauentag mit einer kollektiven Teilnahme bei der alljährlichen Demo.

Das _tastique-Festival bezieht sich stark auf die Tradition des Ladyfests. Allerdings erschien es den Organisator*innen notwendig, Dinge zu verändern, die ihnen nicht mehr zeitgerecht erscheinen: „Wir wollten es nicht wieder Ladyfest nennen, weil Lady eigentlich schon fast wieder negativ konnotiert und es sich außerdem auch überholt hat.“ Die Inspiration zum neuen Namen lieferten zwei Soliparties, KVIR_tastique und KLITastique, die im Vorfeld zum Festival stattgefunden hatten. „Wir haben gedacht, dass der Wortteil _tastique sehr positiv ist und sich an alle möglichen Worte anhängen lässt“, so eine Veranstalter*in. „Und wir haben uns gefragt: was können wir mit _tastique sagen und vor allem, was für Räume und Gedankenspiele können wir mit dem Unterstrich öffnen? Der Name verspricht ja etwas „Großartiges“, hat ein bisschen was Glamouröses. Es ist ein bisschen glitzeriger und man kann ja auch Glitzer politisch besetzen.“

tas

Hinter _tastique steckt ein offenes, queer-feministisches Kollektiv, zu dem interessierte FLIT-Personen während der Festivalvorbereitung laufend dazustoßen konnten. „Wir wollen mit dem Festival auf diskriminierende Zustände selbst aufmerksam werden und machen, Orte des Selbst-Empowerments schaffen und für das Überwinden von diskriminierenden Strukturen und Alltagspraktiken eintreten“, so eine Stimme aus dem Kollektiv von _tastique. Die vier Schwerpunkte sind als Ausgangspunkte zu verstehen und sollen zur produktiven, fortlaufenden Auseinandersetzung einladen: „Was wir in einem offenen Kollektiv für das Festival auf die Beine gestellt haben, soll Empowern, zur Reflexion anregen, kritisch Diskussionen anstoßen, etwas in Bewegung bringen aber natürlich auch lustvoll sein und Spaß machen.“

So erwarten die Besucher*innen Konzerte, Workshops, Kränzchen, eine Lesung, ein Filmabend und eine FLIT-Sexparty. Subjektiv Highlights nennen wollen die Veranstalter*innen nicht, höchstens können Beispiele herausgegriffen werden: „Zum Auftakt des Festivals tritt unter anderem die Londoner DIY-Underground-Band ‚trash kit‘ im Fluc auf, am Freitag stehen nach ‚Zen‘ aus Zagreb die deutsch-türkisch rappenden Geschwister EsRap im Rhiz auf der Bühne“, berichtet eine tastique-Stimme.

Die Workshops, die sich thematisch an den Schwerpunkten des Festivals orientieren, bieten ein dementsprechend weites Spektrum: „Hier ist insbesondere jede*r selbst eingeladen, sich in unserem Programm einen Überblick zu verschaffen“; meint eine Organisatori*in. Wichtig in allen Bereichen sind die Reflexion von Privilegien und das Empowerment von Gruppen und Einzelnen, die sich Diskriminierungen ausgesetzt sehen. „Bei den Workshops gilt es, unbedingt die Einladungspolitik zu beachten, da viele der Workshops sich an FLIT-Personen richten und nur manche für alle Gender offen sind.“

Einige Workshops sind schon ausgebucht, deshalb schnell hier für die übrigen anmelden.

Heute Abend findet im Fluc die große Eröffnungssause mit Gebärdendolmetsch (ÖGS) statt. Zu sehen geben wird es:

+fools of potential
+fannie sosa
+denise kottlett
+trash kit
+yasmo/yasmin hafedh

dj*line
fannie sosa und bertkovski

Eintritt kostet zwischen 5 und 10 Euro.

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