Bist auch du genderwahnsinnig?! Über das Streiten.

Wisst ihr was ich schön finde? Conchita Wurst macht es genau richtig. Sie könnte es gar nicht richtiger machen und das noch viel Schönere daran ist, dass sie es nicht aus strategischen Gründen macht, sondern weil es ihrer Persönlichkeit entspricht: Sie bleibt – außer sie gewinnt einen europaweiten Musikwettbewerb – ruhig und wettert gegen niemanden, nicht einmal gegen die, die sie ganz direkt angreifen. Sie stellt sich einfach hin, sagt „da bin ich und so bin ich“, spricht sich bei Bedarf für Toleranz im Allgemeinen aus und lässt den Rest ihres Daseins für sich sprechen, ohne auf irgendetwas im Besonderen zu reagieren (übrigens natürlich ein Vorteil, den sie eingebettet in eine Demokratie genießen darf). Diamentral anders der arme, verfolgte Gabalier, auch in einer Demokratie daheim: Kaum erscheinen Berge von Titten auf seiner neuen Single, muss er sich auch schon wieder den Vorwurf des Sexismus gefallen lassen und lässt es aber natürlich nicht auf sich sitzen, sondern nutzt umgehend und ganz prominent den Amadeus Award um österreichweit zu bedauern, dass er als Manderl die Weiberln nicht mehr einfach so zum Objekt degradieren kann, ohne Widerstände zu spüren, während die ganzen Manderln, die auf Manderln stehen und sich als Weiberln verkleiden als ESC-Gewinnerinnen aussteigen – was natürlich der mächtigen homosexuellen Lobby zuzuschreiben ist, die im Hintergrund die Fäden zieht und sein vertrautes Wertesystem von echten Männern, die nur Berge von Titten im Sinn haben, in Frage stellt.

Aber rollen wir die Sache von hinten auf. Hier kommt ein Outing und bevor ihr mich mit faulen Eiern bewerft, abwarten: Ich habe ein Problem damit gendergerecht zu schreiben und zu lesen. Und zwar nicht, weil ich es nicht einsehe (ganz im Gegenteil), sondern aus rein praktischen Gründen – es stört mich, es stört meinen Schreib- und meinen Lesefluss, ich finde es ziemlich hässlich und holprig und hoffe sehnlichst auf eine zündende Idee wie mensch das Ganze eleganter lösen könnte, als mit sperrigen Unterstrichen, Schrägstrichen und Sternchen. Oder aber, dass ich mich einfach daran gewöhne, was ich aber seit Jahren nicht so richtig tue und da ich ein viel schreibender Mensch bin, ist es ein echter Störenfried für mich. Und nun bin ich auch Feministin und sehe die indiskutable Notwendigkeit gendergerechter Sprache ohne Abstriche ein, die um ein Vielfaches wichtiger ist, als mein (noch) beleidigtes Auge.

Warum diese Anekdote? Weil sie mir die Möglichkeit verleiht den unglaublichen Aufstand gegen gendersensiblen Sprachgebrauch nachvollziehen zu können – ein Mensch, der_die absolut keinen Bezug zu Genderthemen hat und in einem Schreiben aber plötzlich mit holprigen Unterstrichen und Sternchen konfrontiert ist, reagiert selbstverständlich negativ. Da brauchen wir uns wirklich nicht wundern. Bei mir als Vertraute mit Hintergründen und Notwendigkeiten (mensch könnte mich auch akademisch-elitär nennen, was mensch ganz sicher tut hier zu Lande) ist das anders natürlich, was mich am Ende als eine solche Allergikerin gegenüber der Unterstriche, Schrägstriche, Sternchen und Binnen-I´s trotzdem von gendergerechter Sprache überzeugt bleiben lässt: Es gibt keine Alternative. Das Allgemeine in der Sprache einfach männlich zu lassen, weil gewohnt und literarisch verwertbarer: das kann in einer aufgeklärten, nach Gleichberechtigung strebenden Gesellschaft einfach nicht sein. Der Mann ist nicht die Allgemeinheit und wenn wir ihn aber immer wieder als eben diese nennen, wird er in den Köpfen auch immer der Repräsentant der Menschheit bleiben. Frauen sind keine Sonderform des Menschen, Frauen sind keine Abweichung und so behandelt sie aber die deutsche Sprache und wir denken nun mal wie wir reden. Ich glaube ja eigentlich da gibt es nicht viel zu diskutieren. Und da ich nicht will, dass der Mann der alleinige Repräsentant der Menschheit bleibt und Frauen die Sonderform, behandle ich sie auch in der Sprache nicht so – ein Konflikt also vorerst zwischen Befindlichkeit und höherem Sinn, den ich einfach für den höheren Sinn entscheiden muss.

Wenn wir über Legitimation von etwas streiten und dieser Streit – warum auch immer – sich zwischen den Fronten schon so dermaßen hochgeschaukelt und aufgeladen hat, dass manche sogar auf das Stilmittel reiner Erfindung zurückgreifen, wie dass sie der verfolgten und diskriminierten Gruppe der heterosexuellen Männer angehören oder anderen einen „Wahn“ anhängen, finde ich es immer ganz gut Abstand zu nehmen und auf nichts als reine Fakten zu verweisen – gehen wir einen Schritt zurück, schauen uns die ganze Sache nochmal in Ruhe an und nehmen nüchtern und sachlich zur Kenntnis, dass Frauen um ein Drittel weniger verdienen als Männer, dass Frauen ihre Karriere unterbrechen/aufgeben für Kinder, während die Berufslaufbahn von Männern unbeeinflusst von Familiengründung bleibt, eine höhere Armutsgefährdung existiert und Frauen weniger Pension bekommen. In den USA werden seit Jahrzehnten die Mitglieder für Orchester „blind“ ausgesucht – sie spielen hinter einem Schirm vor, so dass weder Geschlecht noch Hautfarbe für die Jury erkennbar ist, was die Chance der Frauen in den Vorrunden um 50(!)% steigerte und in den Ausscheidungsrunden um 300(!)%. Das alles sind Zahlen, die belegt und nachvollziehbar sind, da gibt es nix drum rum zu reden, es ist einfach so. Daran ist nichts Phantastisches, kein Drama, keine gewollte Opferrolle, es ist einfach so. Es ist unangenehm ja, aber es ist so – die viel wichtigere Frage ist: was machen wir damit? Dieser Verweis ist schlicht und ergreifend faktisch ein Missstand innerhalb einer Gesellschaft, die nach Gleichberechtigung (so möchte man meinen) strebt. Wir dürfen auch ruhig das Positive sehen: Bildungsabschlüsse von weiblichen Personen zum Beispiel nehmen stark zu. Und jenen, die selbst die Zahlen bestreiten, kann auch ich nicht mehr helfen. Irgendetwas muss Grundlage der Diskussion sein und wenn es nicht die Zahlen von offiziellen Stellen und Behörden sind, was dann?

Wenn wir also als kleinsten gemeinsamen Nenner wenigstens finden oder sagen, dass diese Zahlen stimmen, könnten wir uns doch auf Folgendes einigen: Die einen juckts, dass es hier Schieflagen gibt und die anderen nicht. Ich meine das vorerst auch mit keinem Ton vorwürflich: Allen wird wo anders die Leidenschaft entlockt, manche kümmert vor allem der Tierschutz, manche der Hunger, manche der Regenwald und manche kümmert vor allem die Lage der Frauen. Und manche kümmert das alles gleichzeitig oder zumindest sehr viel davon, das sind dann meistens die, die nur durch ihre reine Anwesenheit schon ein schlechtes Gewissen bei anderen auslösen. Und das Schöne daran ist ja aber, dass wir uns hier alle ergänzen, es muss überhauptnicht jede_r Feminist_in sein oder sich um jedes Anliegen dieser Welt kümmern finde ich. Und wenn sich manche nicht vom Thema Sexismus betroffen fühlen oder es sie nicht betroffen macht, finde ich persönlich das zwar nicht wünschenswert, aber muss es so zur Kenntnis nehmen. Ich glaube auch, dass die Ablehnung des Feminismus vieler daran liegt, dass sie sich nicht „direkt genug“ von Sexismus betroffen fühlen bzw. keinen Sinn dafür haben, wenn Frauen und Männer in unterschiedlichen Kontexten unterschiedlich bewertet werden.

Meine männlichen Kollegen arbeiten und verdienen genauso viel wie ich, behandeln mich meines Erachtens nach genauso wie jeden anderen Kollegen und wie es mit meinen Aufstiegschancen in der Firma aussehen würde, kann ich nicht gut beurteilen, weil ich so etwas nicht anstrebe. Und zwar nicht, weil ich es mir als Frau nicht zutraue, sondern weil mir der ganze Betrieb auch schon hier ganz unten an der Nahrungskette total zuwider ist. Ich habe einen Uniabschluss, wohlhabende Eltern, bin weiß und aus männlicher Sicht wahrscheinlich der „Kumpeltyp“, ungeschminkt, in Jeans und immer gerne in politische Gespräche involviert – und wahrscheinlich deswegen auch keiner direkten Andersbehandlung ausgesetzt, bei Kolleginnen in Stöckelschuhen und mit allzuviel Make-Up schaut das Ganze schon anders aus. Dann bin ich gleichzeitig aber auch keine „Kurzhaar-Butch-Lesbe“, die heterosexuelle Männer wieder aus ganz anderen Gründen irritiert, sondern komme mit meinem Look und Verhalten sehr gut durch als vielleicht-heterosexuelle, feminin, aber nicht „Tussi“-angetouchte Frau, die optisch unmännlich genug auch eine freundlich dargebrachte Meinung hat und deswegen bei Männern oberflächlich nichts triggert.

Und dennoch kann ich aber sehen, dass die Spitzenpositionen meiner Firma durch die Bank männlich besetzt sind, die Zwischenstufe von kinderlosen Frauen, die seit über 13 Jahren in der Firma arbeiten und aber auf dieser Stufe stehen geblieben sind und ich kann auch sehen, dass es einige männliche Kollegen gibt, die es sich in den Hinterzimmern gemütlich machen und völlig offen darüber sprechen, dass sie hier nur Zeit absitzen um am Ende des Monats den Lohnzettel zu erhalten, während noch jede einzelne weibliche Mitarbeiterin unter Volldampf versucht ihren Job so gut wie möglich zu machen und immer noch Panik hat trotzdem zu fliegen – die gemütlichen Männer in den Hinterzimmern kommen nicht mal auf diese Idee. Und auch sehr deutlich kann ich sehen, dass sich manche männliche Kollegen für sehr viele Arbeiten zu gut sind, einer brüllt gern erbost durch die Gänge „Ich bin doch nicht sein Sekretär!“, übrigens bezüglich einer Tätigkeit, die u.a. Kernaufgabe unseres Jobs ist – eine Frau würde sich das nie erlauben. Während sich meine weiblichen Kolleginnen für absolut nichts zu gut sind. Eine davon putzte sogar die Büros wenn Zeit blieb, weil es unsere völlig unterbezahlte und alleine für zwei Stöcke verantwortliche, natürlich weibliche Reinigungskraft nur sehr oberflächlich schaffte. Mein männlicher Kollege hingegen telefonierte sich bis zur Geschäftsführung hoch um zu beanstanden, dass die Vorhänge regelmäßig gewaschen werden. Übrigens wenn wir schon bei männlichen Kollegen sind und ich hoffe sehr, dass weiter oben nicht rein zufällig überlesen wurde, dass ich von einigen männlichen Kollegen gesprochen habe und nicht von allen: Ein anderer Kollege von mir, hat heute etwas sehr treffendes gesagt: Wir sprachen über alles mögliche und kamen zum Thema schlecht bezahlter Jobs, weil sie Frauenjobs sind (übrigens auch so eine Zahl, die sich nicht verleugnen lässt). Er meinte in diesem Zusammenhang, dass eigentlich alle Frauen in Österreich, alle drei Wochen die Arbeit niederlegen müssten auf Grund der Einkommensunterschiede. Ich finde er hat Recht und aus vielen Gründen tun wir es aber nicht. Simone de Beauvoir sah ein Problem der fehlenden Solidarität und des fehlenden Muts unter Frauen – ich weiß, dass diese Aussage mittlerweile streitbar ist, in manchen Punkten aber wahrscheinlich immer noch zutreffend. Ihre Ansicht war, dass durch die Partnerschaften zwischen Männern und Frauen, Frauen eher mit Männern solidarisch sind und das ein Spezifikum der „Frauenfrage“ ist. Selbstverständlich neben der unterschiedlichen Erziehung, durch welche Frauen anerzogen ist, sich mit weniger zufrieden zu geben.

Und so weiter und so fort und unter anderem wegen all diesen Dingen bin ich interessiert an der Lage der Frauen. Ich finde es sehr schwer mir einen Vorwurf daraus zu machen. Und ich möchte mich aber auch davon distanzieren, anderen einen Vorwurf zu machen, die sich nicht dafür interessieren – ich kann von niemandem verlangen sich für etwas zu interessieren, für das er_sie sich einfach nicht interessiert. Aber: ich kann verlangen mir bitte keine Steine in den Weg zu legen beim Versuch mein – legitimes und gesellschaftlich wichtiges – Anliegen zu verfolgen. Und damit ich gleich mal nicht missverstanden werde: natürlich finde ich, dass uns alle dieses und jenes interessieren sollte, dass wir Engagement zeigen sollten, das Non-Interesse keine Entschuldigung in diesem Sinne ist und jede_r auch versuchen sollte Interesse zu wecken, wenn es uns weiterbringt. Ich persönlich glaube nur nicht (ich lasse mich aber gern eines besseren belehren), dass Verhalte wie Ungerechtigkeit, Ausbeutung usw. zu wenig im Bewusstsein der Menschen sind. Ich glaube, dass in Wahrheit – ob sie es zugeben oder nicht – den meisten sehr klar ist, was und dass Dinge schief laufen und es aber – warum auch immer – nicht schaffen die Ambition zu entwickeln sich dagegen aufzurichten. Und das ist für mich persönlich in diesem psychologischen Moment noch wertfrei. Nicht mehr wertfrei ist für mich, wenn sich jemand aktiv gegen diejenigen Potentiale richtet, die aus ihrer Situation heraus sehr wohl die Ambition entwickeln können sich dagegen aufzurichten.

Das ist wie das Spiel zwischen Veganer_innen und Fleischesser_innen: Die einen vermuten, dass sie eigentlich ein schlechtes Gewissen haben sollten, weil sie etwas sehr problematisches tun und  beginnen sich deswegen über diejenigen lustig zu machen, die Handlungen gegen dieses Unrecht setzen. Sigmund Freud bezeichnete das Lachen als ein Befreiungsvehikel, wenn etwas zu eng wird. Oder wenn Tabubrüche passieren. Veganer_innen wiederum sind mittlerweile verrufen mit dem erhobenen Zeigefinger durch die Welt zu laufen und jede_n moralisch zu demontieren, der_die sich für ihren Fleischkonsum rechtfertigt, um sich selbst permanent aufzuwerten. Beides ist natürlich nicht zielführend. Muss ich mich über die Veganerin lustig machen, wenn ich absolut auch nicht nur einen einzigen, winzigen Grund habe eine Sache lächerlich zu machen, die grausame Massentierhaltung etc. bekämpft? Wenn ich mich eigentlich nämlich sogar besser genieren gehen sollte, dass ich es nicht tue – aber wahrscheinlich genau deswegen der Groll und das Gespött.

Hier drängt sich mir die Frage auf: Geht nicht beides? Also kann ich nicht einerseits ganz sachlich und nüchtern einfach anerkennen, dass es gewisse Missstände gibt um die sich zum Glück ein Haufen Menschen kümmert und wenn er mich nicht kümmert, kann ich die Menschen, die er kümmert nicht wenigstens in Ruhe arbeiten lassen oder vielleicht sogar zu dem Punkt kommen, wo ich sage: Schön, dass sich jemand darum kümmert, denn mich juckt es nicht und es wäre furchtbar wenn es jede_n nicht jucken würde, denn hier gibt es einen eindeutigen Missstand. Und aber auch umgekehrt: Kann ich mich nicht um den Missstand meiner Wahl kümmern, ohne anderen permanent vorzuwerfen, dass sie sich nicht dafür interessieren? Mir ist natürlich völlig klar, dass in sehr vielen Belangen die anderen auch mitmachen müssen, damit sich etwas zum Besseren wendet, aber zwischen mitmachen, wenn es etwas Konkretes gibt (wie zum Beispiel die Einbettung von Gleichstellungsrichtlinien in Firmen auf Vorschlag des Ministeriums hin) und allgemeinem, dauerhaftem Interesse an irgendeinem Thema ist nochmal ein Unterschied. Aber ich kann/darf/soll sehr wohl verlangen oder erwarten, dass andere das Vorankommen der Gleichstellung nicht aktiv aufhalten, zumindest bitte nicht unter der Behauptung, dass sie „ja eh“ für Gleichstellung sind und die unsachliche und nachweislich falsche Behauptung in die Welt rufen, dass die Geschlechter bereits gleich gestellt sind und der Rest Einbildung ist.

Kommen wir zurück zu den Tatsachen. Hören wir auf mit den Gerüchten von verfolgten heterosexuellen Männern – das Einserkastl im „Standard“ hat es sehr schön auf den Punkt gebracht: Andreas Gabalier bittet um Toleranz gegenüber seiner Freiheit Vorurteile zu haben und sich sexistisch zu äußern. Hören wir auf mit dem Gerücht, das irgendjemand genderwahnsinnig ist und das Ziel verfolgt Männer und Frauen abzuschaffen und natürlich auch gleich Kinder und Fortpflanzung und überhaupt die ganze Welt zum Untergehen bringen will. Was bringt denn das? Das ist doch lächerlich. Bei den ganzen Publikationen und Büchern, die aktuell den angeblichen Genderwahnsinn behandeln, bekommt man das Gefühl, als säßen auf den Unis lauter feministische Doppelagentinnen in geheimer Mission einen Zauberradiergummi zu entwickeln, der Penise und Vaginas löschen kann und außerdem die Vorgaben und Briefe der öffentlichen Ämter still und heimlich manipuliert wegen irgendeiner Halluzination, dass Vergewaltigungen aufhören, wenn man das Binnen-I verwendet. Diese Autor_innen sollten sich wirklich mal vergegenwärtigen, dass eine ganze Nation in unkontrollierte Wut verfällt, weil Frauen, neben vormals explizit nur Männern, in die Bundeshymne miteinfließen. Nochmal: Eine Nation macht einen Aufstand, der seinesgleichen sucht, weil die Bundeshymne um die Leistungen der Frauen für das Land ergänzt wurde. Und noch einmal, weil es einfach nicht zu glauben ist: Österreich, für das Streikkultur normalerweise ein Fremdwort ist, gerät in bodenlose Panik, weil die Leistung der Frauen in der Hymne des Landes erwähnt wird. Und auch nach der dritten Verdeutlichung, kapiere ich es immer noch nicht. Was sagt uns das? An dieser Stelle sollten wir alle ein bisschen nachdenken gehen fürchte ich.

die göttinnenspeise

5 thoughts on “Bist auch du genderwahnsinnig?! Über das Streiten.

  1. besonders schön die phrase: „nachdenken gehen“.

    auch so einzusetzen bei der kindererziehung:
    „geh nachdenken!“ (autoritärer stil)
    „sag mal, möchtest du nicht eventuell nachdenken gehen? was meinst du?“ (manipulierender antiautoritärer stil)

    ich sah das video vom gabalier das erste mal. ich dachte zuerst, was tut denn der hc jetzt auf der bühne wos doch um den gabalier geht…

    liebste grüsse,
    störenfrieda

  2. @störenfrieda: „Geh nachdenken!“ gefällt mir :-)
    Ich hatte ebenso den Eindruck, dass das HC ist…auch die Stimmlage und die Redegeschwindigkeit ähneln sich frappant – nicht zu vergessen der Inhalt ^^

    @göttinnenspeise: Wunderbarer Artikel. Mir geht es ebenso wie dir mit dem Gendern. Ich weiche deswegen beim Schreiben hauptsächlich auf Partizipe und allgemeine Formulierungen (man -> jemand) aus.

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