Ein Löffelchen voll Zucker: queerer Sommer in Wien

Wir haben wieder ein Briefchen erhalten und wollen auch dieses Mal die Leser_innenschaft, um Rate bitten. Denn frei nach Mary Poppins: Ein Löffelchen voll Zucker und was bitter ist, wird süß!

Hast auch du eine Anfrage an uns, die wir selbstverständlich nur mit deinem Einverständnis und anonym veröffentlichen, so schreibe uns an sugarboxwien@gmail.com.

Folgende E-Mail landete vor Kurzem in unserer Inbox:

Hallo liebe sugarbox-Süßigkeiten,

der Sommer kann nun für mich auch in Wien kommen! Es wird mein erster in dieser wunderbaren Stadt sein und ich bin schon ganz aufgeregt! :-) Einer der Gründe dafür ist, dass mich meine Freundin in Wien besuchen kommen wird. Eurem Eventkalender folge ich ohnehin sehr brav und bin deshalb wunderbarst informiert bezüglich Events am Abend, aaaaaaber:

Habt ihr vielleicht auch Tipps, wo man cool baden gehen kann, ohne dass wir blöd angeschaut werden, wenn ich meiner Freundin beim Sonnenbad die Hand auf den Rücken lege oder so.

Würde mich über eine Antwort freuen und wünsch euch ebenso einen ganz tollen restlichen Sommer!

Besten Grüße,
J.

schokomuffin:

Hi J.! Danke für deine Mail! Also ich persönlich mag natürliche Gewässer lieber als öffentliche Schwimmbäder. Erstens wegen dem Wasser aber auch zweitens weil ich den Eindruck habe, dort ist jede_r eher für sich und interessiert sich nicht so wahnsinnig dafür, was die anderen Leute machen. (Was ich nicht nur als queere Person, sondern auch als sowohl aus persönlichen als auch politischen Gründen konsequente Oben-Ohne-Baderin begrüßenswert finde.) Eine Garantie für’s nie blöd angeschaut werden gibt’s dort natürlich auch nicht, aber auf meinem Lieblingsplatzerl schräg gegenüber vom Wakeboard-Lift hab ich mich bis jetzt sowohl allein als auch in lesbischer Begleitung immer wohl und in Ruhe gelassen gefühlt. U2 Donaustadtbrücke, dann über die Brücke auf die andere Seite und rechter Hand noch ein wenig den Fluss entlangspaziert, bevor man es sich unter Bäumen direkt am Wasser gemütlich machen kann. Einen schönen Sommer dir und deiner Freundin!

zimtschnecke:
Heyho, ich handhabe es so wie schokomuffin und habe ähnliche Erfahrungen gemacht. Ich steh auch eher auf die Naturbelasseneren Gegenden, denn ja, dort kümmert sich jede_r wirklich um sich selbst und so wurde ich (glücklicherweise) dort noch nie mit blöden Sprüchen oder sonstigem konfrontiert. Der FKK-Abschnitt der Donauinsel (Nähe Ölhafen Lobau) oder die Lobau selbst rund um die Dechantlacke sind nur zwei Beispiele. Einen Ort, den ich des Nächtens unglaublich schätze ist die Alte Donau, hier wurden mir bis jetzt nur die Gelsen lästig. ;-)

sapphicshallowsugarshock:
Von dem ominösen Platzerl beim Wasserskilift hab ich nun auch schon von mehreren Seiten gehört. Ich habe die Vermutung, obwohl ich noch nie dort war, dass es ein bisschen wie im Marea Alta ist, nur untertags und weniger bekleidet. Die Roma-Wiese neben dem Angelibad ist auch bunt durchgemischt; schon oft hab ich dort Regenbogenfamilien und Queers mit Hunden gesehen. Was ich aber am liebsten mach um zu beeindrucken und einen kleinen Mikrokosmos zu erschaffen, ist: ein Boot ausleihen. Erkundige dich beim Bootsverleih deines Vertrauens (z.B.: Alte Donau) nach den Preisen. Was auch supernett ist, ist einfach an der Donau entlang stadtauswärts zu radeln und sich irgendeine einsame „Bucht“ zu suchen und dort die Sonnenküsse zu genießen.

Bevor sich das sugarbox-Team mit sonnigen Grüßen verabschiedet, sind wir noch auf eure Tipps gespannt! Wo geht ihr der ungestörten Badelust frönen? Und wo habt ihr eher mühsame/schlechte Erfahrungen gemacht?

...und was sagst du dazu?

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