Survival Lilly: Vom Bürosessel in den YouTube Channel

Vor ein paar Monaten war ich – natürlich in rein „beruflicher“ Mission für die sugarbox – am Gspot. An der Bar komme ich mit einer Frau ins Gespräch, und bei der Frage, was sie so macht, kriege ich eine seltsame Antwort: „YouTube“. – „Wie? Arbeitest du bei YouTube?“ – „Nein ich mache YouTube Videos.“ – „Wie, bei einer Agentur?“. – „Nein, ich bin so eine YouTuberin.“ Ein noch größeres Fragezeichen in meinem Gesicht – bis in meinem Hinterkopf Bilder von Make-up- und DIY-Videos aufsteigen. Die Frau mir gegenüber bringt mehr Klarheit hinein: „Also ich mache YouTube Videos. Ich betreibe den weltweit größten Kanal einer Frau im Survival-Bereich.“

Und so habe ich Survival Lilly kennengelernt, die Steirerin mit über 11.000 Fans auf Facebook und 150.000 Abonnent*innen auf YouTube.

Alles hat vor mehr als 20 Jahren in einem kleinen Ort in der Südsteiermark begonnen: Schon als Kind liebte sie die Natur, sammelte wilde Beeren im Wald und baute dort auch Häuser. In ihrer Freizeit las sie Survival-Kinderbücher und spielte mit den Burschen aus der Nachbarschaft.

Viele Jahre später, nach Studium und Bürojob beim Steuerberater, entdeckte Lilly verschiedene Survival-Shows im Fernsehen und OutdoorVideos auf YouTube. Vor vier Jahren kaufte sie sich eine Kamera – und mittlerweile sind 200 Videos online, pro Woche kommen drei neue dazu.

Seit August ist Survival Lilly ein richtiger Vollzeit-Job: „YouTube war meine Rettung, sonst wäre ich im Büro gestorben. Ich kann einfach nicht ‚normal‘ 40 Stunden einen Bürojob machen.“ Das muss sie nun auch nicht mehr: seit zwei Jahren ist es auch in Österreich möglich, mit der Werbung auf YouTube Geld zu machen. Das funktioniert einerseits durch die Werbung vor und während der Videos, andererseits durch Produktplatzierungen.

Die Videos sind auf Englisch und die meisten Fans kommen aus den USA: „Da waren auch schon Heiratsanträge dabei!“ Ein kleiner Bub identifizierte den YouTube-Star auch schon auf der Mariahilfer Straße, traute sich aber nicht, sie anzusprechen sondern postete nur auf YouTube, dass er sie gesehen hatte.

sl

Lilly: „Die meisten Erfahrungen mit den Fans sind sehr positiv und sexistische Kommentare halten sich zum Glück in Grenzen.“

Die nächsten größeren Projekte sind Survival-Seminare in den USA und Kanada. Auch ein Trip nach Schweden wird geplant – die Kamera ist natürlich immer mit dabei.

Link zum Youtube-Kanal

Link zu Facebook

...und was sagst du dazu?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s