Feministische FrühlingsUniversität 2016: Aufruf für Beiträge, Aktionen und Aktivist*innen*

Juhujuhu! Auch heuer wird es wieder eine Feministische FrühlingsUni geben. Gerne leiten wir den CfP weiter!

The Feministische FrühlingsUniversität 2016 calls for Papers, Actions and Activists

Die Feministische FrühlingsUniversität (FFU) findet in diesem Jahr vom 13.-16. Mai 2016 in Innsbruck statt und wir suchen dafür Einreichungen und – heuer neu – auch feministische Aktivist*innen*, die gerne als Zeitzeug*innen* erzählen, um ein spannendes, abwechlungsreiches und aufregendes Programm für alle Teilnehmer*innen* zu gestalten. Eingeladen sind dabei Frauen*, Lesben*, Inter*-, Trans*Personen, ob alleine, als Gruppe, Organisation oder Initiative.
Wir suchen kritische wissenschaftliche, abenteuerliche, künstlerische, sportliche Beiträge, die Feminismen umsetzen und Möglichkeiten schaffen, um das Zusammenleben neu gestalten und entwickeln zu können.
Dem Kampf, Machtverhältnisse innerhalb von Gesellschaft(en) zu verändern, antirassistischem (queer_)feministischem Aktivismus und feministischer Theorie Platz zu machen – dem und vielem mehr widmet sich die FFU, die selbst in ihrer Geschichte viele [:Bewegung*en:] erfahren und produziert hat.
Dreißig Jahre sind vergangen, seit im Jahr 1986 die dritte FrauenSommerUni (FSU) erstmals in Innsbruck stattfand und sogleich für einigen Wirbel sorgte. Und so soll sich die FFU’16 besonders, aber nicht nur, um den Themenkomplex [:Bewegung*en:] drehen und drei Achsen widmen:

[:Bewegung*en:] von Körper|normen
                                   [:Bewegung*en:] in Arbeit
                                                       [:Bewegung*en:] in Geschichte*n

ffu16_header

[:Bewegung*en:] von Körper|normen
Alltäglich vermittelte ableistische Körperideale und Körpernormen und deren behindernde Auswirkungen lassen vielen Körpern kaum [:Bewegungs:]freiheit. Wo und auf welche Weisen das geändert werden könnte, kann in euren Aktionen/Workshops/etc. Zum Thema werden. Auch [:bewegte:] Körper spielen hier eine wichtige Rolle, da zum Beispiel im Sport die Normierung und Kontrolle des zweigeschlechtlich kategorisierten Körpers und dessen Leistungen und Funktionen stark zum Ausdruck kommt.

[:Bewegung*en:] in Arbeit
Unterschiedliche Bewertungen von Arbeit, Leistung und Wissen werden nicht nur dazu verwendet, gesellschaftliche Ungleichheitsverhältnisse zu re_produzieren, sondern auch, um in Rückbezug auf den Körper heteronormative, zweigeschlechtliche Arbeitsteilung zu legitimieren. Wichtig ist uns, dass nicht nur Lohnarbeit, sondern insbesondere auch Care- und Subsistenzarbeit, Praktikum und Ehrenamt, sowie Schattenarbeit angesprochen werden. Dabei könnt ihr Arbeits[:bewegung*en:] und deren praktischen Auswirkungen zum Thema machen.

[:Bewegung*en:] in Geschichte*n
[:Bewegung*en:] in Geschichten und Geschichten in [:Bewegung*en:] sollen sichtbar werden: Deshalb suchen wir Geschichten von feministischem Aktivismus, von feministischen Bewegungen – nicht nur, aber auch von People of Color und Schwarzen Aktivist*innen*, von Menschen, die als behindert_verrückt kategorisiert werden und_oder sich selbst so bezeichnen, von Arbeiter*innen* und Arbeitslosen.
Queere Menschen, Trans*Personen, Inter*Personen und Menschen, deren Körper nicht gesamtgesellschaftlichen Körper|normen entsprechen, können auch eigene [:bewegte:] Geschichten erzählen.

Aktivist*innen* in [:Bewegung*en:]
Für die FFU‘16 suchen wir nicht nur fertige Programmpunkte, sondern auch Einzelpersonen, die Lust haben, ihr aktivistisches Wissen und als Zeitzeug*innen* ihre eigene (queer_)feministische Geschichte im Rahmen eines geleiteten Vernetzungscafés zu teilen.

[:Bewegung*en:] wahrnehmen
Die FFU‘16 – [:Bewegung*en:] will jedoch nicht nur selbst zurück, nach vorne, nach unten, oben, zur Seite schauen und fühlen, sondern auch Personen, die nicht teilnehmen konnten, das Wahrnehmen dieser Perspektiven leichter machen. So wollen wir Dokumentationsmöglichkeiten Raum geben, damit das Wissen der FFU‘16 nicht nur während dieser, sondern auch danach weitergegeben kann. Das Entstehen der Dokumentationen beruht jedoch auf Freiwilligkeit. Zudem steht eine Publikation im Raum.

[:Bewegung*en:] mitgestalten
Die FFU’16 soll Raumnahme und Vernetzungen ermöglichen -Vernetzungen zwischen verschiedenen (queer_)feministischen Aktivist*innen*. Raumnahme besonders in Bezug auf die Menschen und Themen, deren Platz in gesellschaftlichen Strukturen genommen wird.
Aus diesen Gründen heißen wir besonders Einreichungen von und mit Personen unterschiedlichen Alters, verschiedener Wohnorte, Lebensrealitäten und Wissens-Kontexte, sowie von und mit Personen die Trans* oder Inter* sind, PoC, und Menschen mit Behinderungen willkommen. Zudem wird es Räume geben, die von Teilnehmer*innen* als Schutzräume eingenommen werden können.

Was genau einreichen
Die FFU’16 lebt von der Partizipation engagierter Menschen, die ihre Ideen für die FFU‘16 über den Call for Papers und Call for Actions einbringen können. Auf diesen Einreichungen wird das viertägige Programm basieren.
Dies könnte ein Workshop, eine (betreute) Gruppendiskussion, eine Theater- oder Tanzaufführung, das Gestalten eines Zines im Atelier, die Produktion einer Radiosendung, eine abendlichen Party, ein Vortrag, ein Konzert, eine Lesung, eine Ausstellung, ein Filmscreening oder gemeinsame Sportausübung und vieles mehr sein. Ihr könnt euch an die drei vorgeschlagenen Themenachsen halten, müsst dies aber nicht.

Auch ist uns sehr wichtig, die FFU so zugänglich wie möglich zu gestalten: Es soll also gesellschaftlichen diskriminierenden Strukturen wie Sexismen, Rassismen, Nationalismen, Ableismen, Antisemitismus, Homo*feindlichkeit oder Trans*feindlichkeit aktiv entgegengewirkt werden. In den Beiträgen sollen sowohl Personen die sich in, als auch Personen, die sich außerhalb von Wissenschaftsbetrieben bewegen, angesprochen werden und Teil der FFU sein.

Ihr könnt eure Ideen für Beiträge bis zum 31. März 2016 schriftlich einreichen (1–2 A4 Seiten).
Die Einreichung sollte dabei folgende Informationen beinhalten:

  • Titel der Idee und dein/euer Name
  • Beschreibung des Vorhabens
  • Welche Räumlichkeiten werden benötigt
  • Welche Materialien werden benötigt
  • Wie viel Zeit wird benötigt
  • Wie viele und welche Personen können teilnehmen
  • Gibt es eine Zielgruppe, auf die ihr aufmerksam machen wollt?
  • Ein paar Worte zu dir/euch, sowie dein/euer Pronomen, falls eines gewünscht.
  • Beweggründe für die Einreichung (optional)

Wird Kinderbetreuung, Assistenz, Übersetzung oder andere Unterstützung benötigt bzw. erwünscht?
Wenn deine Einreichung in das Programm der FFU ausgewählt wurde, werden wir nochmals auf euch zukommen und Details bezüglich der barierrearmen Gestaltung besprechen.

Wenn du dein Wissen als Aktivist*in* und Zeitzeug*in* im Vernetzungscafé einbringen willst, kannst du bis zum 07.April 2016 eine Mail schreiben, die folgende Informationen enthalten sollte:

  • Dein Name und Pronomen, falls eines gewünscht.
  • Ein paar Worte zu dir
  • Beweggründe für die Einreichung (optional)
  • Wird Kinderbetreuung, Assistenz, Übersetzung oder andere Unterstützung benötigt bzw. erwünscht?

Finanzielle Unterstützung/ Aufwandsentschädigung
Auch dieses Jahr ist das Organisationsteam der Feministischen FrühlingsUni darum bemüht, genügend Fördermittel zu lukrieren, um alle Beiträge zu honorieren. Leider können wir aber im Moment noch nicht den Umfang der finanziellen Unterstützung ausmachen. Wir werden aber auf jeden Fall Übernachtungs- und Materialkosten übernehmen und, wenn es uns möglich ist, eine Aufwandsentschädigung zahlen sowie, falls notwendig, die Fahrtkosten übernehmen.

Weiter Informationen
Einreichungen sind zu schicken an: call@frauenuni.at
Einsendeschluss Papers/Actions: 31. März 2016
Einreichschluss Aktivist*innen: 07. April 2016
Genauere Infos findet ihr auf der Website: ffu16.frauenuni.at

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