Wynonna Earp: Western trifft SciFi trifft Zombies trifft Girl Power!

Wie könnte man faule Sommerabende besser nützen als mit fröhlichem Nichtstun vor dem Fernseher. Bestens geeignet für dieses Szenario ist die wunderbare Serie „Wynonna Earp“, welche sich wohl am ehesten als Liebeskind von „Buffy“ und „Lost Girl“ beschreiben lässt.

„Wynonna Earp“ ist eine Serie, aus dem Land mit dem medial wohl am interessantesten inszenierten Präsidenten. Die Serie basiert auf den gleichnamigen Comics von Beau Smith und ist in Zeiten der „bury your queers-trope“ eine wahre Wohltat.

Wynonna ist eine Nachkommin von dem legendären Westernheld Wyatt Earp. Nach Jahren kommt sie in ihren Heimatort Purgatory zurück, um ihre Rolle als Wyatt Earps Erbin anzutreten: Dämonen-Killerin. Ihre Feind_innen: sogenannte Revenants, auferstandene Seelen der Kriminellen, die Wyatt Earp einst erschossen hat. Ihr zur Seite stehen ihre Schwester Waverely, ihr Kollege Agent Dolls und Wyatt’s bester Freund, der verflucht mit der Unsterblichkeit ist, Doc Holliday.

Es gibt (bis jetzt) eine Staffel mit 13 Folgen und wieso ich auf weitere Staffeln hoffe, soll hier erzählt werden (ACHTUNG: leichte Spoiler).

Wynonna Earp und der Bechdel-Test
Von einer Serie, die so heißt wie die weibliche Hauptprotagonistin, ist es ja zu erwarten, dass sie allen Kriterien des Bechdel-Tests entspricht. Und wir werden auch nicht enttäuscht. Wynonna Earp ist eine starker, weiblicher Lead, wie er im Buche steht. Sie verbrachte Teile ihrer Jugend im Jugendgefängnis, wird verfolgt vom Tod ihres Vaters und fühlt sich verantwortlich dafür, dass ihre ältere Schwester Willa verschwunden ist. In ihre Heimatstadt Purgatory (welch klingender Name) kommt sie wieder zurück, um am Begräbnis ihres Onkels teilzunehmen. Dort kommt sie wieder in Kontakt mit den Revenants und macht sich den berühmt-berüchtigten Peacemaker, den Colt Wyatt Earps, zu eigen. *crazy chick with a gun*
Wynonna
Doch damit nicht genug.

Wie hoch kann ein queeres Fanherz schlagen?
Generell werden in dieser Serie lauter starke Frauen gezeigt: Wynonnas Tante, die böse Gegnerin The Stone Witch, die geheimnisvolle (und wunderschöne) Blacksmith und die unglaublich süße und clumsy Waverly, Wynonnas jüngere Schwester. Auch sie zeigt gleich zu Beginn, dass mit ihr nicht zu Spaßen ist, obwohl sie (zunächst) als die Süße, Kleine, die gerne Scrapbooks macht, dargestellt wird. Außerdem sorgt sie für die Prise Queerness, die dieser wunderbaren Serie noch gefehlt hat. Hervorgerufen wird diese von Officer Haught (noch eine starke Frau) und ja, der Name ist Programm!

#WAYHAUGHT
Nach vielen Enttäuschungen des queeren Serienauges in letzter Zeit (Stichwort: Person of Interest, Lexa, …) kommt Wynonna Earp gerade zur rechten Zeit mit einer liebevollen Darstellung einer zwischenmenschlichen respektvollen Beziehung wie sie im Buche steht. Denn ja, eine Kugelsichere Weste hätte dem queeren Fernsehauge schon einige Tränen erspart!
Gepriesen wird Beziehung in den Social Medien unter dem Shipper-Name Wayhaught. Und in Punkto FanFiction tut sich auch hier sehr viel, obwohl durchaus auch handfeste Tatsachen gezeigt werden.

Social Media und die Fanbasis
Die Macher_innen rund um Wynonna Earp sind auch die ersten (meines Erachtens), die es schaffen in einen direkten Kontakt mit der treuen Fanbasis zu treten. Auf Twitter unter dem offiziellem Account @WynonnaEarp und dem Account der Schauspieler_innen wird „direkter“ Fankontakt und Austausch praktiziert. Süße Fanfic und/oder Aussagen werden retweetet, Fragen beantwortet und auch manchmal in Form von netten Videos gepostet.

FAZIT
Klar, superduperteure Specialeffects dürfen nicht erwartet werden, dafür gibt es ein Füllwerk an Badass Frauen, witzigen Sprüchen, spannenden Handlungsbögen und eine Serie, die sich selbst nicht all zu ernst nimmt. Die besten Voraussetzungen also!

Schaut es euch an! Gebt der Serie ein Like auf Facebook, tweetet unter dem Hashtag #RenewWynonnaEarp, denn ich BRAAAAUUUUCHE die zweite Staffel, erst recht nach diesem Cliffhanger!

2 thoughts on “Wynonna Earp: Western trifft SciFi trifft Zombies trifft Girl Power!

  1. Es wird offiziell keine Fortsetzung (wg. imho fehlender Quoten ) geben. Aber vlt. gibt’s ja ein Happy End wie bei Firefly ( das ich übrigens in der Liste mit b und lg vermisst hab )

    Was ist die bury your queer trope?

    • juhuuu, vor kurzem kam die meldung raus: zweite staffel wurde genehmigt. zwar nur mit 10 Folgen dieses mal, aber immerhin! :)

      Bury your queer trop ist die abgewandelte geschichte rund um die trope „bury your gay“ – wo in tv/filmen, der quoten-LGBTIQ*-mensch früher oder später sterben wird. hmmm, eine idee für einen neuen blogbeitrag ;-)

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